Berühmte Fremdenlegionäre

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In den Reihen der Fremdenlegion dienten Staatsmänner wie Louis II. von Monaco, Peter I. Karadjordjevic von Serbien. Es dienten Prinzen wie Prinz Aage von Dänemark, Prinz Louis Napoléon von Frankreich, und Prinz Amilakvari von Georgien. Generäle wie General Sinovi Pechkoff Adoptivsohn von Maxime Gorki, Rodion Malinowski, Marschall der Sowjetunion. Es dienten Autoren wie Ernst Jünger und Arthur Koestler. Künstler wie Stael von Holstein, Blaise Cendrars, Moise Kisling oder Hans Hartung. Politiker wie Philip Rosenthal (SPD Bundestagsabgeordneter) oder Giuseppe Bottai, Gouverneur von Rom – italienischer Erziehungsminister. Dichter wie Alan Seeger. Komponisten, denken wir nur an Cole Porter. Geschäftsmänner vom höchsten Format wie Simon Murray. Sportler wie Francois Faber, Belgischer Radprofi und Sieger der Tour de France 1909. Schauspieler wie Dominique Vandenberg, berühmte Kampfpiloten wie Eugene Bullard die Schwarze Schwalbe des Todes“ .Profiboxer wie Tony Ascencio, und viele andere: Doch einer nach dem anderen !

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Simon Murray

In Diensten der Fremdenlegion von 02.1960 bis 02.1965 / Algerien

(Businessmann / Abenteurer / Fremdenlegionär !)

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Geschäftsmann: Flog von der Hochschule, ging zur Fremdenlegion, wurde Multimillionär!

Es ist sicher ein Zufall dass Simon Murray (Commander of the British Empire) zunächst bei der Fremdenlegion, und nach dieser Zeit einer der erfolgreichsten Manager und Geschäftsmänner seiner Zeit war, (von 1994 bis 1998 Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank Group in Asien, sowie Vorstandsvorsitzender von GEMS und GLENCORE. In den 80ziger und 90ziger Jahren nannte man ihn den “Tai Pan” von Hong Kong und er war mit 63 Jahren der älteste Mann der ohne Unterstützung den Südpol erreichte u.a.).

NUR: „Ich glaube nicht an Zufälle !“

Übrigens hat sich das Buch von Simon Murray: „Tagebuch eines Fremdenlegionärs“ (Vorwort von Erwan Bergot) weltweit über eine Million mal verkauft. Hut ab!

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CURZIO MALAPARTE (1898-1957)

… Schriftsteller, Erzähler, Reporter und Legionär

Curzio Malaparte

Curzio Malaparte alias Kurt Erich Suckert wurde 1898 im italienischen Prato als Sohn einer Italienerin und eines Deutschen geboren. Im Alter von sechzehn Jahren meldete er sich als Kriegsfreiwilliger in der Fremdenlegion und erlebte den Ersten Weltkrieg an der Front. Es folgte eine journalistische Karriere und so war Curzio Malaparte unter anderem Chef von La Stampa (die Presse – eine der weitverbreitetsten Italienischen Tageszeitung). Malaparte, Mitglied der faschistischen Partei, wurde wegen kritischen Äußerungen 1933 verhaftet und in die Verbannung geschickt. Während des Zweiten Weltkriegs berichtet Malaparte als Korrespondent für den Corriere della Sera (Abendkurier, 1876 gegründete Italienische Tageszeitung) aus Nordafrika, Frankreich, Deutschland, dem Balkan, Finnland und Russland. Nach dem Sturz Mussolinis mehrmals verhaftet, 1945 fungierte er angeblich als Verbindungsoffizier für die US-Armee.

Ex- Legionär Malaparte ist einer der ersten, der über die Ausrottung der Juden in Osteuropa schrieb!

Nach dem Krieg veröffentlichte Malaparte zwei wesentliche Romane. Kaputt und Die Haut.

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… VANDENBERG?

Schauspieler, Choreograph, Schriftsteller und Legionär! Un sacré bonhomme. Einer von diesen …

Frankreichs Fremden Söhnen.

Er fällt aus der Reihe. Eindeutig! Zu jung, zu gutaussehend… (Böse Zungen würden sagen … il est Girond!) Lassen Sie sich nicht täuschen, um Gottes Willen!

Dominique Vandenberg ist ein Mensch dem ich hier (wie auch einem Rosenthal, einem Hartung, Seeger oder einem Arthur Köstler in der Rubrik Schriftsteller) allerhöchsten Respekt zolle.

March with the Devil

March with the Devil Poster

Kommt nicht Zeitgerecht? Hat er sich noch nicht verdient?

Sie täuschen wieder!

(Dominique in der Mitte. Links Star-Regisseur Martin Scorsese)

Man muss kein Dinosaurier sein, um den Platz in Anspruch zu nehmen, den einem gebührt.

Dominique – ich nehme mir die Freiheit ihn zu duzen – kann sich getrost in einem Atemzug nennen lassen wie all diese Prinzen, Offiziere, Politiker, Denker, Poeten und Schriftsteller die vor ihm in der Legion gedient haben. Sein Weg – nicht gerade auf Rosen gebettet – führte ihn in ebenso grandioser Art und Weise in die Fremdenlegion (2e REP / 1e CIE – 5 Jahre – wo ich ihn auch kennenlernte, siehe: Die Legion – Mit dem 2e REP in den Krisenherden dieser Erde) wie auch mit großen Erfolgen als Thai Boxer in die härtesten Kampfarenen dieser Erde, (Myanmar, Thailand).  Selten, verlor er einen Kampf und seine Gegner waren nie weniger als Meister ihrer Klassen.

Doch nicht genug. Als ein Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz im Kielwasser und mit Martin Scorsese als Regisseur, einen brillanten Gangs of New York drehte, war es Dominique der Leonardo im Straßen- und Messerkampf ausbildete und eine großartige Nebenrolle im Film spielte.

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Vorausgegangen waren bereits Rollen in Mortal Kombat (1995) und Barb Wire (1996). Es folgte mit Pit Fighter (2005) seine erste Hauptrolle.

Dieser Sensei („Lehrer des Weges“) rechts neben Dominique war Topschüler von Yoshiaki Tsujikawa, der seinerseits Kenwa Mabuni den Begründer der Stilrichtung Shitō-Ryū trainiert und ausgebildet hat.

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http://www.youtube.com/watch?v=KqRHRjY1TCE

 In True Legend (2010) an der Seite David Carradines etablierte er sich dauerhaft in Hollywood wo er längst einen Namen hat.

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 Paul ANASTASIU

Welch ein Talent !

Légionnaire – Kämpfer – Künstler 

Der ex-Legionär Paul Anastasiu ist ein begnadeter Künstler, und Maler der französischen Armee.

Dieses sagenhafte Tableau wurde mir freundlicherweise von Herren (Caporal-chef) Paul Anastasiu zu Verfügung  gestellt. 

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http://paulanastasiu.net/

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Tony Ascencio

Mit 16 Jahren jüngster Fremdenlegionär im ersten Weltkrieg. Tony Ascencio (Ascensio) Spitzensportler / Boxer vom höchsten Niveau! Dynamite Tony wie manche ihn auch nannten  war bekannt für seinen fürchterlichen linken Haken. Den bekamen auch Henry Hebrons (Europameister) und Milos – Emile – Pladner (Weltmeister im Fliegengewicht 1929) oder noch Elky Clark (englischer Meister) zu spüren.

 

Er zieht nach New York wo er all seine ersten acht Kämpfe im Madison Square Garden gewinnt, auch gegen Personen mit so klanghaften Namen wie Willie Joyce oder Midget Kilburn.

Tony trainiert keinen anderen als Marcel Cerdan (Weltmeister im Mittelgewicht 1948)

Geboren in Algerien 1901 engagiert Tony 1917 in der Legion in Sidi Bel Abbes für die Dauer des Krieges. Mit dem famosen R.M.L.E  nimmt er Teil an der Schlacht um Hangard / Amiens wo er schwer verletzt wird.

Es folgt die Schlacht bei Compiègne – und die zweite Verletzung.

Für Auszeichnungen von niemand anderem als General Rollet selber vorgeschlagen erhält Tony das – Croix de Guerre avec étoile d’argent und die Médaille Militaire – und verlässt die Legion nach dem Krieg.

Das Boxen hat er in der Legion nicht gelernt – das lag schon in seiner Wiege – aber den Biss, das Durchhaltevermögen, den Kampfgeist und nicht zuletzt die Fairness

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CAPITAINE BOURGAIN

Hauptmann Bourgain  (1e R.E.P /  1e Fallschirmjäger Fremden- Regiment), wurde am 1e März 1959 in Algerien getötet. In der Tasche seines Kampfanzuges fand man  folgenden Text

(ein Gebet! Unvermutet allemal!)

 



„Herr, ich möchte zu denen gehören die ihr Leben riskieren

Herr, Ihr  – geboren, im Geratewohl einer Reise, und gestorben wie ein Landstreicher

Nachdem Sie mittellos auf allen Straßen dieser Erde wandelten, –  die des Exiles und der Pilgerfahrt, die eines Wanderpredigers.

Zerren Sie mich aus meinem Egoismus heraus, aus meinem Komfort.

Auf dass ich – von Ihrem Kreuz gezeichnet – keine Angst spüre vor dem rüden, gefährlichem Leben in dem man dieses selbe zu verlieren täglich riskiert.

Aber Herr, jenseits all dieser Abenteuer mehr oder weniger sportlicher Natur Jenseits aller Risiken eines Lebens verschrieben der Gefahr, jenseits allen Heldentums, … geben Sie mir die Bereitschaft den Abenteuern zu folgen, zu denen Sie mich rufen.

Ich habe nichts weniger als mein Leben zu geben, mein Herr, auf Ihr Ehrenwort!  Die Anderen sollen ruhig weise handeln, zu mir jedoch haben Sie gesagt ich soll verrückt sein

Andere glauben fest an eine Ordnung, zu mir haben Sie gesagt …. an die Liebe zu glauben. Andre halten sich zurück um sich zu schonen, mich baten Sie mich zu geben, schonungslos!

Andere lassen sich nieder, zu mir sagten Sie, marschiere! Sei fertig für die Freuden und Leiden, für die Niederlagen und Erfolge.

Sie baten, nicht das Vertrauen in mich selbst sondern in Sie zu legen, das christliche Spiel zu spielen ohne die Konsequenzen zu fürchten und, zum Schluss, mein Leben zu riskieren.

All dies…. zählend, vertrauend auf Ihre Liebe.“

„Seigneur, je voudrais être de ceux qui risquent leur vie.Seigneur, vous qui êtes né au hasard d’un voyage, et mort comme un malfaiteur, après avoir couru sans argent toutes les routes, celles de l’exil, celles des pèlerinages et celles des prédications itinérantes, Tirez-moi de mon égoïsme et de mon confort.Que, marqué de votre croix, je n’aie pas peur de la vie rude et dangereuse où l’on risque sa vie. Mais, Seigneur, au-delà de tous risques d’une vie engagée dans l’action,au-delà de toutes ces aventures plus ou moins sportives, au-delà de tous les héroïsmes à panache, rendez-moi disponible pour la belle aventure où vous m’appelez. J’ai à engager ma vie, Seigneur, sur votre parole.Les autres peuvent bien être sages, vous m’avez dit qu’il fallait être fou. D’autres croient à l’ordre, vous m’avez dit de croire à l’Amour. D’autres s’installent, vous m’avez dit de marcher et d’être prêt à la joie et à la souffrance, aux échecs et aux réussites, de ne pas mettre ma confiance en moi, mais en vous, de jouer le jeu chrétien sans me soucier des conséquences et, finalement, de risquer ma vie en comptant sur votre amour.“

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YESHUA ZALMAN SVERDLOV

… alias General Zinovi Pechkoff – geb. Okt, 1884.

Offizier der Fremdenlegion, Diplomat.

Maxim Gorkis Adoptivsohn, Freund und Wegbegleiter.

Bruder des Sowjetrußischen Staatsoberhauptes Jakow Swerdlow.

Zinovi Pechkoff trat am 31 August 1914, als EVDG (Engagé Volontaire pour la dure de la Guerre / Freiwilliger für die Dauer des Krieges) der Fremdenlegion bei. Er spricht bereits damals 5 Sprachen, (deutsch, russisch, italienisch, englisch und französisch) ist also extrem wertvoll für eine Truppe bestehend aus Fremden. Unmittelbar nach Kriegsausbruch (1rster WK 1914 – 1918) wurde er – in der Schlacht und  an der Spitze seiner Männer – verwundet, und wäre gestorben hätte man ihm nicht in extremis den Arm amputiert.  Er verlässt die Legion als Caporal / Obergefreiter. 1916 unterschreibt er als einfacher Soldat einen neuen Vertrag für die Dauer des Krieges wo er kurz darauf – auch dank seiner Sprachkenntnisse – Hauptmann (officier interprète de 2eme classe) wird. Ab Februar 1923 befiehlt er in Marokko die 12te Kompanie des 4e Régiment Étranger d’Infanterie dessen Legionäre ihn bewundernd den Beinamen  Manchot Magnifique (der außerordentliche Einarmige)geben.

Pechkoff beweist vortreffliche Führungsqualitäten.

Im Juni 1925 wird er im Kampf bei  Bab Taza… wir sind immer noch in Marokko –  wieder verwundet, am Bein diesmal. Mal geschickter Diplomat, mal hervorragender Befehlshaber hält er immer engen Kontakt mit Maxim Gorki und mit seiner russischen Heimat. Kurz vor Kriegsausbruch befiehlt er als Chef de Bataillon (Major) das 3te Bataillon des 2e Régiment Etranger und nur wenig später schlägt er sich auf die Seite de Gaulles und dessen Forces Francaises Libres – FFL – der Freien Französischen Kräfte. 1944 wird er General und 1946 Botschafter Frankreichs in Japan, wo man ihn in Folge oft an der Seite von US General  Mac Arthur den Helden von Guadalcanal oder noch  in diplomatischen Gesprächen mit Chiang Kai-Shek sieht.

General Pechkoff stirbt 1966 in Paris. Seine letzte Ruhestätte ist der russische Friedhof in Sainte-Genevieve-des-bois,  (Nähe Paris).

Auf seinem Grabstein stehen nur diese drei Worte

Zinovi Pechkoff Légionnaire

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Prinz AAGE von DÄNEMARK (1887-1940)

… blaues Blut in der Legion!

Der jüngste Sohn von Waldemar, Prinz von Dänemark, Prinz Aage, war einer von diesen Legionären des 3e REI und Verwandter des Franzosenkönigs Louis-Philippe (Gründer der Fremdenlegion). Als Aage vierzehn Jahre alt war, bekam seine Familie Besuch von einem Leutnant, der damals in Diensten der Fremdenlegion stand.
Es handelte sich um Christian Selchauhansen. Selchauhansens Eintritt in die Legion war typisch: Es durchlebte eine unglückliche Liebesbeziehung. Aus seinem Leid heraus engagierte er sich vermutlich im Jahr 1893 in der Legion. Er fiel in der Schlacht um El-Moungar im September 1903. Sein direkter Vorgesetzter, der capitaine Bonnelet sagte an Selchauhansens Grab folgendes: „Du hattest nur einen Wunsch, nämlich in dein kleines Land zurück zu kehren mit dem Kreuz der Ehrenlegion auf deiner stolzen Brust, eine Auszeichnung die du dir mehr als verdient hast in Tonkin. Unsere Chefs haben sie dir verweigert, aber ich der dich kenne und der um dich weint, gibt sie dir.“ Dann riss er sich sein eigenes Kreuz der Ehrenlegion von der Uniform und warf es auf Selchauhansens Sarg. Für diesen Akt wurde er von allen Soldaten bewundert, von seinen Vorgesetzten jedoch wurde er bestraft: Acht Tage Gefängnis bekam er dafür.

Nun, Selchauhansen schenkte Aage einen Zinnsoldaten, und er erzählte! Er erzählte so phantastische Geschichten, dass Aage sofort ins Schwärmen geriet. Als Leutnant trat Aage 1909 in die Dänische Armee (Königliche Garde), ein. Ende 1922 erfüllte sich Aage seinen Traum und engagierte – nachdem der dänische König ihm dies ausdrücklich gestattete – als Hauptmann in der Fremdenlegion. Von 1922 bis 1924 nimmt er an den Kämpfen in Marokko teil, dient im Kampf gegen die Berber unter anderen in einer der famosen compagnie montée, einer aufgesessenen Kompanie des 2e R.E.I. Aage wurde verletzt, bekam das Kriegskreuz, nahm teil am Rif-Krieg, bis er schließlich als chef de bataillon (Major) im Juni 1935 in das 3e R.E.I (Garnison Fés) versetzt wird. Aage stirbt im Februar 1940, wird dann zunächst in Casablanca beerdigt, jedoch später, auf Wunsch seiner Familie, nach Sidi-Bel-Abbès (Algerien) überführt. Heute ruht er im Friedhof der Domäne Capitaine Danjou in Puyloubier an der Seite des General Rollet und des Legionärs Zimmermann.

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BLAISE CENDRARS (1887-1961)

Blaise

Schriftsteller / Abenteurer / Legionär

Rhapsodie der Nacht. Gold – Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Suter. Die rote Lilie. Auf allen Meeren… um nur einige Werke des Schweizer Dichters, Romanciers und Reporters Frédéric-Louis Sauser alias Blaise Cendrars zu nennen, des Legionärs also der 1914 Seite an Seite mit den Männern des RMLE (später 3e R.E.I) kämpfte, verletzt wurde, und seinen rechten Arm verlor. Er schrieb (mit seiner linken Hand), in den Folgejahren von seinen Erfahrungen in der Legion in dem Roman La Main coupée (die abgetrennte Hand). Etappen im Leben des Dichters und Legionärs Cendrars

1887 – Geburt in La Chaux-de-Fonds, (im Kanton Neuenburg in der Schweiz)
1894 – 1896 Leben in Neapel
1902 – Handelsschule (École de Commerce) in Neuenburg
1904 – St. Petersburg, Cendrars arbeitet für den Uhrenproduzent Favre-Leuba
1911 – Reise nach New York
1914 – Fremdenlegion. Cendrars wird schwer verletzt, verliert seinen Arm.
1916 – Bekommt die französische Staatsbürgerschaft (durch das vergossene Blut)
1924 – 1927 Reisen in Brasilien
1939 – 1940 Arbeitet als Korrespondent für die britische Armee
1943 – 1949 Schreibt an seinen Memoiren
1950 – Retour nach Paris.
1960 – Wird Kommandeur der Ehrenlegion
1961 – Blaise Cendrars stirbt in Paris

***

ALAIN SEEGER (1888-1916)

I have a rendezvous with Death
At some disputed barricade,
When Spring comes back with rustling shade
And apple-blossoms fill the air—
I have a rendezvous with Death
When Spring brings back blue days and fair.

Dieses packende Gedicht von ALAN SEEGER war zugleich das Lieblingsgedicht von J.F. KENNEDY

SEEGER

Das 3e REI und sein Poet

(1914 Fremdenlegionär des RMLE -Régiment de marche de la Légion Étrangère)

„Il n’y a dans la nature que deux principes, l’amour et le combat…!“
… in der Natur gibt es nur zwei Prinzipien: Die Liebe und den Kampf!

Nordfrankreich – Belloy en Santerre – 04ter Juli, 1916. Die Deutschen hatten sich seit Monaten zur Defensive eingerichtet: Bunker, Stacheldraht, Laufgräben, und Tote überall – Tote! Tote Soldaten, tote Landschaft, tote Gefühle und getötete Poesie! Zwischen den heranstürmenden Französischen Einheiten, das R.M.L.E. (Régiment de marche de la Légion Étrangère) an der Spitze, und den Deutschen Gräben – ein Niemandsland. Achthundert Meter Kraterlandschaft, der Boden aufgewühlt von Bomben, gesät mit Leichen beider Nationen. Die Legionäre der 9e und 11e Kompanie des 3e Bataillons des R.M.L.E. (da alle Offiziere der 11e Kompanie bereits tot waren, stand diese unter dem Befehl eines Caporal / eines Obergefreiten) gingen durch die Hölle an diesem Tag – Teufel waren es. Und wie Teufel mussten sie auch den Deutschen Soldaten vorgekommen sein als sie plötzlich in den Deutschen Gräben standen: Fremdenlegionäre bespritzt mit Schlamm und mit dem Blut ihrer Kameraden … beseelt von der Aussicht dass der Krieg bald endet – verdammter Krieg! Ganz langsam wurden Stimmen auf dem Schlachtfeld laut – Zunächst schrie nur einer, dann peu à peu wurden es mehr bis es kein Halten mehr gab:

„Vive la Légion, Vive la France!“

„Belloy est pris!“ Belloy en Santerre ist eingenommen! Erobert!

In der folgenden Nacht, stockdunkel war sie, hörte man deutlich die Stimme eines Legionärs. Eine Stimme mit fremdem Akzent, eine Stimme voller Wucht und Sanftheit und Poesie und Wahrheit!

Die Verwundeten hoben ihre Köpfe bekamen eine Gänsehaut. Es war die Stimme des ebenfalls schwerverletzten amerikanischen Poeten Alan Seeger, und er sang

„Estimant infime le paiement de sa dette,
Pour que son drapeau puisse, l’honneur intact,
Flotter sur les tours de la Liberté, de sa poitrine,
Il fit un rempart et, de son sang, comble le fossé.“

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„Gering schätzte er die Bezahlung seiner tiefen Schuld
Auf dass seine Flagge, die Ehre intakt
Auf den Türmen der Freiheit wehen kann
Mit seiner Brust baute er einen Wall und
Mit Seinem Blut füllte er die Gräben.“

Alan Seeger sang die ganze Nacht hindurch und starb im Morgengrauen. Nach dem Krieg besuchte sein Vater den Ort Belloy en Santerre, den Ort an dem sein Sohn starb. Den Körper fand er nicht. Um sein Andenken zu wahren, ließ der Vater auf dem Kirchturm des Dorfes eine Glocke aufstellen, eine Glocke die den Namen Alans Mutter trug!

”Jeune légionnaire, enthousiaste et énergique, aimant passionnément la France. Engagé volontaire au début des hostilités, a fait preuve au cours de la campagne d’un entrain et d’un courage admirables.“ Glorieusement tombé le 4 juillet 1916 / Citation à l’ordre du jour de la Division du Maroc, 25 décembre 1916.

(Junger Legionär, voller Enthusiasmus und Energie, der Frankreich leidenschaftlich liebt! Zu Beginn der feindlichen Handlungen freiwillig Eingetretener, bewies er während des gesamten Feldzuges einen bewundernswerten Mut und eine außerordentliche Lebensfreude!)
Gefallen am 04. Juli 1916.

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 HANS HARTUNG

(1939 Fremdenlegionär)

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Hans Hartung (Künstler von internationalem Rang, u.a. außerordentliches Mitglied an der Akademie der Künste in Berlin. Hartung erhält 1960 den Großen Internationalen Preis für Malerei, und ist Oskar-Kokoschka-Preisträger) wurde erst so richtig berühmt, nachdem er in der Fremdenlegion gedient hatte. Zufall?

***

 

PHILIP ROSENTHAL

(1939 Fremdenlegionär- Compagnie Montée du 3)

 Vorstandsvorsitzender der Gleichnamigen Porzellanfabrik, ein Unternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern und später Bundestagsabgeordneter der SPD

„Wenn man mich fragt, wo ich in meinem Leben am meisten gelernt habe, antworte ich – nicht nur im Spaß : In Oxford und in der Fremdenlegion. Aber ich bin nicht sicher, ob ich nicht in der Legion mehr gelernt habe als in Oxford!“

Zitat von Philip Rosenthal

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Eugene Bullard.

Erster und einziger schwarzer Kampfpilot im ersten Weltkrieg.

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Eugene Bullard (Amerikaner),  im Jahr  1895 geboren,  war der erste und einzige schwarze Kampfpilot des Ersten Weltkrieges! Er flog zunächst für die Lafayette Escadrille und später dann beim Lafayette Flying Corps. Man nannte ihn die Schwarze Schwalbe des Todes. Bullard, dessen Vater ein Schwarzer und dessen Mutter eine Creek Indianerin war, verstarb 1961 als armer Mann. Er zählte in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, unter anderen, auch Josephine Baker und Louis Armstrong zu seinem engeren Freundeskreis.

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Hélie Denoix de Saint Marc

Saint MARC

Partisan der fr. Widerstandsbewegung 1941-1943. Ab 1943 bis zum Ende des Krieges interniert im KZ Buchenwald, danach Offizier in der Fremdenlegion (u.a 3e REI in Indochina 1948, hernach zweiter Aufenthalt in Indochina 1951 beim 2e BEP. Er wird Chef der 2e CIPLE2 und schließlich, nach einer erfolgreichen Karriere, Kommandeur des 1e REP, siehe Kampf um die Unabhängigkeit Algeriens) Er ist einer der Hauptakteure des Putsches von Alger / Algerien 1961. Bibliothek: Asche und Glut – und – die Wächter des Abends.

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Ernst Jünger

 

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Deutscher Schriftsteller. 1895 – 1998.

Autor von »In Stahlgewittern«

Ernst Jünger, wurde am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. Er lebte in Hannover, Schwarzenberg und Braunschweig. 1913 floh er in die Fremdenlegion, wurde aber bereits nach sechs Wochen auf Intervention des Vaters entlassen 1914–1918 Kriegsfreiwilliger 1918 Verleihung des Ordens »Pour le Mérite«. 1919–1923 Dienst in der Reichswehr. Veröffentlichung seines Erstlings „In Stahlgewittern“. Studium in Leipzig, 1927 mit anschliessender Übersiedlung nach Berlin, wo er an  an politischen und literarischen Zeitschriften mitarbeitete. Es folgten von 1936 bis 1938 Reisen nach Brasilien und Marokko. Und immer wieder die Literatur: „Afrikanische Spiele“« und „Das Abenteuerliche Herz“ und „Der Friede“. Übersiedlung nach Überlingen. 1939–1941 im Stab des Militärbefehlshabers Frankreich. 1944 Rückkehr Jüngers aus Paris nach Kirchhorst. 1946–1947  1950 Übersiedlung nach Wilflingen. 1965 Abschluß der zehnbändigen „Werke“. 1966–1981 Reisen. Schiller-Gedächtnispreis. 1982 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main.1988 Mit Bundeskanzler Kohl bei den Feierlichkeiten des 25. Jahrestags des Deutsch-Französischen Vertrags. 1993 Mitterrand und Kohl in Wilflingen. 1998 Ernst Jünger stirbt in Riedlingen.

***

Susan TRAVERS

Travers

Susan Travers  (die berühmte Ausnahme von der Regel)  die erste und wohl letzte Frau in den Reihen der Fremdenlegion! Korrekterweise müsste man sagen, sie war die erste und auch letzte Frau, die als Legionär matrikuliert, was heißt in der langen Liste der numerisch gezählten Legionäre eingereiht wurde. 1909 in England geboren war sie die Tochter eines Admirals der britischen Kriegsmarine. Susan war Halbprofessionelle Tennisspielerin, später Fahrerin eine Ambulanz in Finnland und nahm unter anderem im Kongo an Krokodil Jagden teil.Nach langen abenteuerlichen Irrwegen wurde sie im zweiten Weltkrieg Geliebte und Fahrerin des französischen Generals Koenig der wiederum Oberbefehlshaber der Brigade der FFL, der Freien Französischen Streitkräfte in Bir Hakeim war: Der Gegner Rommels also. Im weiteren Kriegsverlauf wurde sie verletzt, als ihr Fahrzeug auf eine Mine fuhr. Nach dem Krieg engagierte Susan in der Fremdenlegion und erreichte den Dienstgrad eines Adjudant-chef. Sie diente in Indochina und heiratete einen Legionär, ebenfalls einen Adjudant-Chef. Susan Travers starb im Dezember 2003. Sie hinterließ ein sehr interessantes Buch mit dem Titel: Tomorrow to Be Brave, Memoiren der einzigen Frau die je in der Fremdenlegion als legitimer Legionär gedient hat.

The French Foreign Legion is a Man’s World. No doubt! Susan Travers is probably the most famous exception to the rule, the first and probably last woman in the ranks of the Foreign Legion! Correctly, you would have to say, she was the first and last woman with a “matricule as Legionnaire”, which means, she was queued in the long list of numerically counted Legionaries. Born in 1909 in England, she was the daughter of an admiral of the British Navy. Susan was semi- professional tennis player than later driver of an ambulance in Finland but that’s not all. She went even to hunt crocodiles in Congo. After an adventurous life she ended up in the Second World War as lover and driver of the French General Koenig, commander of the Brigade of the FFL, the Free French Forces in Bir Hakeim The enemy? Nobody less than Erwin Rommel. During the war Susan was injured when her vehicle hit a landmine. And now, after the war, Susan engaged in the Foreign Legion and reached the rank of adjutant -chef. She served in Indochina and married a legionnaire, also an adjutant-chef. Susan Travers died in December 2003, leaving behind a very interesting book entitled: “Tomorrow to Be Brave”, Memoirs of the only woman who has ever served in the Foreign Legion as a legitimate Legionnaire. The last I want to say is, you have my full respect Miss (all Legionnaires called her “La Miss”) Susan Travers: Chapeau!

***

Prince Amilakvari

 

Prinzen aus Georgien der kurz nach dem 1e Weltkrieg mit seiner Familie vor der heranrückenden Roten Armee flüchteten musste und anschließend in Frankreich Exil suchte.

AMILAKVARI

(Siehe: Die Legion – Mit dem 2e REP in den Krisenherden dieser Erde.)

Er besuchte die Offiziersschule Saint-Cyr, wurde 1926 in die Fremdenlegion abkommandiert (1e RE Siddi Bel Abbès) und fiel im Oktober 1942 als Kommandeur der 13e DBLE (13te Halbbrigade der Fremdenlegion – heute stationiert Abu Dhabi) an der Spitze seiner Einheit in der Schlacht um El-Alamein (Ägypten).

***

Arthur Köstler

Englischer Schriftsteller. 1905 – 1983

KÖSTLER

Nota Bene: Der tolle Hintegrund für diese Seite stammt aus Feder und Pinsel des Malers der Armee, Paul Anastasiu – Künstler und Fremdenlegionär.

5 thoughts on “Berühmte Fremdenlegionäre”

  1. Hallo Thomas

    Auf deiner Seite zu lesen, oder dein Buch in der Hand zu haben verursacht bei mir immer wieder die gleiche Reaktion.

    Gänsehaut und Tränen in den Augen.

    Dann nehme ich meinen 14 Tage alten Sohn in die Hand und weine vor Freude.
    Ich weine weil ich doch zumindest einiges in meinem Leben richtig gemacht habe.

    Dir meinen Respekt!!!!
    Dir und deiner Familie alles Gute und schöne Weihnacht.

    Legio Patria Nostra

    Thomas E. Birkenheier, OltzS d.R. und Caporal

  2. Respect mon ami……..

    votre page est au sujet de la tradition de I’amour, parfaitement concu pour vous et j’espère que beaucoup considèrent cela comme un exemple et que votre vie honorable.
    Un exellent guide pour nous anciens, mais aussi pour les noureaux arrivants à la famille.
    Il a ètè avec impatience une image positive de I’honneur familial et la force de voir……..

    a bientot

    J.W.

  3. bonjour,
    site très bien fait ,belles photos,je ne suis pas et ne serais jamais légionnaire,mais j’ai travailler avec beaucoups d’anciens.
    rien et aucun régiment dans le monde ne remplacera la légion,respect et fierté pour notre pays ,devenu patrie pour beaucoups d’étrangers à la légion pas de soucis d’intégration c’est marche ou creve.
    respect au legionnaires . legio patria nostra.

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