Pracht- Strasse

about.14th-July

dragon

Countdown für den französischen Nationalfeiertag.

„H minus ONE“

VM0002

Die Pariser Prachtstraße Champs Elysées wird morgen vibrieren: Bälle, Feuerwerke, ganze Flüsse von Champagner … blumengeschmückte Häuser, Türen und Fenster mit kleinen Trikoloren. Bonjour, und enchanté. Frauenlachen das abrupt verstummt – OHH. Seht doch…  was sind das nur für Männer? Képi Blanc, im Sonnenlicht glitzernde Medaillen, ernste Mienen, Narbengesichter. Grün und Rot – männlich! Musik, le boudin … man hält den Atem an:

»Colonne par douze, guide à gauche, en avant marche!« –

Das Regiment hört auf meinen Befehl. In Zwölferkolonne, ausrichten nach links. Vorwärts, marsch! Am französischen Nationalfeiertag, den 14. Juli 1917, marschierte das Marschregiment der Fremdenlegion – RMLE – zum ersten Mal die Champs-Elysées hinab. Behäbig, beeindruckend, Gänsehaut garantiert!  Es war eine von Kämpfen gezeichnete Einheit bestehend aus „Loulous“ und „Großmäulern“ wie die damaligen Legions- Offiziere es gerne unterstrichen. Für die Legion war das eine Premiere! An diesem 14. Juli 2013 wird es wieder so sein. Es wird sein, als würde man die Schritte des RMLE laut und deutlich hören, würde die Schritte der Einheit hören, das einen Alain Seeger, diesen großartigen amerikanischen Dichter und Romancier in seinen Reihen hatte, oder noch diesen Curzio Malaparte, Schriftsteller, Journalist,  Chefredakteur der La Stampa … und so viele mehr. Doch nun zurück zu den Champs-Elysées von heute. Alles in allem defilieren an diesem Tag etwa 50 Einheiten aus Heer, Luftwaffe, Marine, Polizeieinheiten, Pferde und Kutschen der Garde  Républicaine die schönste Straße der Welt hinunter.

000_0190Panzer, Flugzeuge (La Patrouille de France u.a.) Motorräder und mit viel Abstand: Die Fremdenlegion! Abstand, weil die Legion behäbig marschiert. Mit 88 Schritt pro Minute geht es auf die Ehrentribüne zu, wo neben Frankreichs Präsidenten Staatsmänner aus aller Welt zunächst verblüfft, dann überwältigt ihren Augen kaum trauen, wie fasziniert auf diese Flut weißer Käppis starren, zumal sich die Legion vor der Tribüne – im Gegensatz zu allen anderen Einheiten – nicht trennt: Eine hochsymbolische Geste: Die Fremdenlegion ist eine unzertrennliche Einheit! Die MLE, das Orchester – die Musique de la Légion Étrangère, bärtige, Axt schwingende Pioniere, 400 Legionäre und allen voraus die Fahnen der marschierenden Truppen der Legion – Was für ein Spektakel! Die Zuschauer erheben sich, klatschen in die Hände: Bravo la Légion!

Connaissez-vous ces hommes 1

„H moins1“

 

„Wenn Paris entscheidet, dass wir, (das 2eme R.E.P. / das 2te Fallschirmjäger-Regiment der Fremdenlegion) in den Krieg ziehen, sind wir die verdammt besten Soldaten der Welt. Und wenn Sie (die in Paris) entscheiden, dass wir sämtliche Scheißhäuser von Paris putzen sollen … sind wir die verdammt besten Scheißhaus-Putzer der Welt, und danach gibt es keine Stadt auf diesen Planeten mehr, deren Scheißhäuser sauberer sind.“

Diese Worte, gesprochen von unserem damaligen Regimentskommandeur (heute ist er General Bild 0006Paras Légionund trägt den Titel außergewöhnlicher Stabschef in Sachen Militär, ist somit direkter Berater des Französischen Präsidenten)  im Mai 1997 in Brazzaville (Kongo), hallen mir heute noch in den Ohren wieder. Natürlich putzen die Fallschirmjäger der Legion keine Toiletten – außer ihre eigenen – Nein! Sie kämpfen. Wie die Teufel! Oder wie sagte ein kanadischer Offizier der Zeuge eines Einsatzes des 2e REP in Afghanistan war: „Wenn du der Legion im Wege stehst, dann Gnade dir Gott!“  Und sie marschieren. Das 2eme R.E.P. marschiert an diesem 14ten Juli – in einer Woche – auf den Champs-Élysées. Und, eine Premiere: der General COMLE, Kommandeur der Fremdenlegion marschiert an der Spitze dieser phantastischen Truppe die sich zuletzt in Mali ausgezeichnet hat: Opération Serval, Einsatzsprung, nachts, sofortiges ausschwärmen und Kampf bis aufs Messer (Nahkampf in der Finalphase) gegen die Djihadisten der AQMI – (Al-Qaida im Land des islamischen Maghreb) im  Massiv des Tigharghar (ich werde in meinem nächsten Buch GUYANA – Erscheinungsdatum September 2013 – auch darüber kurz  berichten). Die Fallschirmjäger der Legion marschieren wie sie kämpfen. Gekonnt. Ohne Pardon, zielorientiert, und von einer Siegermentalität animiert! Wie üblich wird an diesem Tag des 14. Juli gefeiert und die Fremdenlegion insbesondere aber das 2e REP wird überall im Mittelpunkt stehen, ob bei den zahlreichen extra angereisten Staatspräsidenten aller Herrenländer, ob beim anschließenden renommierten Ball der Pariser Feuerwehr oder bei den jungen Pariserinnen, die nur darauf warten, sich einen Legionär zu angeln. „Il était mince il était beau, il sentait bon le sable chaud, mon Légionnaire !“ Er war schlank, und schön, und er roch gut nach heißem Sand – Mein Legionär … Edith Piaf 1937.  Mein Tipp :  Die Legion – Mit dem 2e REP in den Krisenherden dieser Erde / Paul Pietsch Verlage, Stuttgart  … dazu lesen, um herauszufinden: Wer sind denn diese Männer unterm Képi Blanc? Was macht sie so besonders?  Was ist das Geheimnis, dass bei ihrer bloßen Erwähnung die Frauenherzen schneller schlagen, und sich unter ihren Gegnern eine fast heidnische Angst verbreitet?

Cravate Verte et Képi Blanc

„H – minus 24 Stunden.”

 FRANKREICH / PARIS / Champs-Élysées / …

In der Legion, ob auf dem Schlachtfeld oder bei Parademärschen war, beziehungsweise ist es Tradition dass Pioniere und Sappeure die Bresche öffnen. Auch morgen wird es so sein.  Den bärtigen Axt schwingenden Haudegen dicht auf den Fersen folgt die „Musique de la Légion étrangère“ Chapeau Chinoise, Tambour, Pauken und Trompeten! Möglicherweise, à priori que oui, wird dann der General und „Vater der Fremdenlegion“ de Saint-Chamas vor den Fahnen folgender Regimenter der Legion auf die Tribüne des Staatspräsidenten zumarschieren.

Camp Raffalli 1Infanterie- Dschungelkämpfer: 3ème R.E.I. / Fallschirmjäger: 2ème R.E.P. / Leichte Kavallerie: 1ère R.E.C. / Sturm- Pioniere: 2ème R.E.G. / Administratoren: 1ère  R.E. / Detachement der Legion in Mayotte: D.L.E.M.  (Sollte das 2e REP wider erwarten nicht aufmarschieren, dann weil es wieder einmal irgendwo Feuerwehr spielen muss!)   Warum die Legion die CHAMPS mit MACHT ihr eigen macht? Warum an diesem Tag des 14. Juli 2013 gleich vierhundertfünfzig von diesen „Frankreichs fremden Söhnen“ fein raus geputzt … cravate verte und Képi Blanc …  braungebrannt, drahtig und mit geschwellter Brust Paris in helle Aufruhr versetzen? Nun … Es kam so viel zusammen innerhalb der letzten Jahre und Monate. Zu viel, als dass es von einer, sonst kritischen und halb vor sich hin dösenden Öffentlichkeit, hätte unbemerkt bleiben können. Die Legion setzte Akzente: Zunächst ein Anlass mit Paukenschlag – Der 150te Jahrestag der Schlacht von Camaron de Tedjeda, sprich Camerone. Anlass, zu welchem die Legion eine schillernde Abordnung nach Vera Cruz / Mexiko entsandte: Den General- Stellvertreter colonel  Le Cour Grandmaison,  die Regimentsfahne des 3e Regimentes (3e Régiment étranger d’infanterie – Das Dschungelregiment der Legion) die höchstdekorierte der Legion, und den Regimentskommandeur Alain Lardet. Doch nicht nur das. Auch die renommierte Offiziersschule Saint CYR (ESM) nahm mit der „Promotion Camerone“ an den Festivitäten teil. Akzente, sagte ich Akzente? Oder wie anders könnte man es nennen, wenn ein US General Namens McChrystal bewundernd ausruft:  Excellent Job!!! … voller Neid, so hat es den Anschein. (Ich berichte „kurz und kernig“ in  „GUYANA / Faszination Fremdenlegion“ darüber). Und das, weil die Fallschirmjäger der Legion in Afghanistan 2010 nicht nur die „Herzen und Geister“  — siehe Artikel des Sonderthemenberichterstatters des FIGARO, und ex-Leutnant und Zugführer des 2e REP Adrian Jaulmes / Mai 2010 —  der Population im Ouzbin Tal (1) gewannen, sondern auch einen Kampf nach dem anderen, und weil sie die Taliban in diesem Sektor zunächst aus ihrer Reserve und dann peu à peu in die Knie zwangen. Dann Mali … wie bereits berichtet. Frankreich zeigt an diesem 14. Juli seinen Stolz ganz offen. Stolz, über eine Truppe zu verfügen die, ob Panzersoldat, Fallschirmjäger, Pionier, oder Kavallerist … seit nun 182 Jahren mit „Honneur et Fidélité“ zu Werke geht! … et par Saint Antoine? Vive la Légion!

(1) ((Das Tal, in dem die französischen Paras, die „Beret rouges“ 2008 in einem Hinterhalt der Taliban zehn ihrer Männer verloren, und wir unseren tapferen Kameraden Rodolphe PENON. Ich berichte über den Hinterhalt ausführlich in „TERROR im 21.Jahrhundert“))  Lassen Sie sich die Militärparade nicht entgehen!

Um vorab etwas „Legions- Flair“ zu schnuppern: www.thomasgast.com

Die passende Lektüre dazu: „Die Legion – Mit dem 2e REP in den Krisenherden dieser Erde“.

http://www.amazon.de/Die-Legion-Krisenherden-dieser-Erde/dp/361303154X/ref=pd_sim_b_2

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