Il était une fois la Légion

about.more-majorum

dragon

Mannheim

Et puis?…

C’est un Légionnaire!

Ein Legionär!

Monsieur le Général musste gestützt werden als er aus dem Rolls Royce stieg, dennoch ging nur Würde von ihm aus. Ich grüßte, legte meine Hand an den Rand meines Berets der Fallschirmjäger der Fremdenlegion – zum ersten Mal seit 2002! – verstieß somit wohl gegen das was man tut … tat,  was man sein lassen sollte, denn normalerweise grüßt nur der Chef de Détachement, was mir in diesem Moment unwichtig schien. Er wirkte zerbrechlich, so als ob ein Windhauch ihn davontragen könnte.  Vor mir stand General Albéric Vaillant!

An dem Tag an dem ich im Jahr 1961 geboren wurde, war er bereits Colonel, Kommandeur der 13e Halbbrigade der Fremdenlegion, damals in Algerien, doch beginnen wir von Anfang an.
Geboren am 14 Februar 1914 in Paris war Albérich Vaillant bereits im Oktober 1937 Leutnant der Französischen Armee wo er u.a 1940 das Infanteriewerk (PO Einseling / Bunkeranlage) Einseling in der Maginot-Linie unter seinen Befehl hatte.

Gefangen und interniert im Offizierslager für Kriegsgefangene – Oflag XB in Nienburg flüchtet er – eine abenteuerliche Flucht, fast filmreif – und schlägt sich nach Belgien durch, wird geschnappt, flüchtet ein zweites Mal! Februar 1942: Sein erster Kontakt mit der Fremdenlegion (Dépôt Commun des Régiments Étrangers / Sidi Bel Abbés / Algerien.)Albéric Vaillant nimmt teil an den Kämpfen der 13e Halbbrigade der Legion in Italien: Rom, Pontecorvo, Garigliano, unter anderen und schlägt sich schließlich in Frankreich.Danach geht es Schlag auf Schlag: Französisch Indochina (cochinchina) wird verwundet – Kämpfe bei Vinh Loc – , kuriert sich aus nur um erneut nach Indochina versetzt zu werden, in den Norden dieses Mal Lang-Son -Nord Vietnam. Ist Teil der Tragödie, Teil des Krieges um die Kolonialstrasse RC4 und der Evakuation von Cao Bang.

Wird commandant (Major) – befiehlt das 3e Bataillon der 13 e Halbbrigade, avanciert 1957 zum Oberstleutnant  – zum Oberst 1960 wird Kommandeur des 1e RE, dem ersten und ältesten Regiment der Fremdenlegion.

Brigadegeneral 1965, schließlich Militärattaché der französischen Botschaft in Bonn. Erst 1973 endet diese Wahnsinns Karriere als Albéric Vaillant General der Armee und Inspekteur des Heeres wird.

Et puis?… C’est un Légionnaire!

Ein Legionär!

***

Strasbourg

Es war wie heimkommen!


„… wie nie weg gewesen auch!“


Quartier Lecourbe

Genau hier an dieser Stelle stand ich am 04 Februar 1985, altes Leben im Gepäck.

Haben sich die Zeiten geändert?

War es … kälter?

Als ich dann mit meiner Frau Richtung Friedhof – Cimetière Sud de Strasbourg – fuhr dachte ich, Emotionen sind passée, doch ich wurde rasch eines besseren belehrt.

Der Clairon spielte les Messures du boudin –  J’avais un camarade – Ich hat einen Kameraden und schon kamen die bis dahin verschollenen Erinnerungen wieder ans Tageslicht.

„Au Drapeau!“

„Vive la France!“

„Vive la Légion!“

Grün und Rot – Ohne wenn und aber!

Die Mitglieder der Amicale Strasburg waren herzlich, der Empfang beim Vin d’honneur ein Willkommensgruß!

Bienvenu … Ancien!

Que fait tu?

Puis merde alors!

Un verre de Pinard – du Rouge …? Von unsren Kameraden in Puyloubier?

Die Kälte war nun ganz gewichen –  Ich war daheim, unter Freunden, denn

LEGIO PATRIA NOSTRA

7 thoughts on “Il était une fois la Légion”

  1. ach thomas hab deine mutter gesehen und meine begraben wie alt wir doch werden
    kommt beim tot ganz nah
    dein bruder hat mich gebeten einen gruss zu entrichten gerne würd er dich mal wiedersehen
    also bis bald michl

  2. Hallo Thomas!
    Habe gerade gesehen das Du bei der Amicale
    Mannheim gewesen bist,eine sehr rührige
    kameradschaft!
    Haben sich viel mühe gemacht mit dem
    Franzosichen Ehrenmal auf dem Haupt=
    friedhof,war bei der Einweihung dabei!
    Und auf dem Friedhof in Straßbourg war ich
    auch schon des öffteren,sogar in verbindung
    einer Beisetzung und das komplete Zeremoniel.
    Das ist schon ergreifend wenn die Gruft offen
    ist und die Urne wird runter getragen!
    Wünsche gute Zeit für den Rest des Jahres!
    Mit kameradschaftlichem Gruß!

  3. Hallo Thomas!
    Habe letztes Jahr auf dem Geburstag der Amicale Strasbourg die Frauengruppe gesehen.
    Da ich nichts davon wuste,habe ich eine der
    anwesenden Frauen gefagt,die haben mir
    gesagt es wären die Witwen der Verstorbenen
    Ancien.
    Zu erst habe ich gedacht es ist jemand vom
    Landfrauenverein,aber als ich die Farben
    vert/rouge gesehen habe war alles klar!
    Ich finde die Vorsitzende eine nette Frau,und
    sicher eine bereicherung in dem Männerklub!
    Weiter so Horrido!

  4. Hallo Thomas,

    es sind schöne Fotos die Du da u.a. von den Kameraden der Amicale Mannheim eingestellt hast.
    Hier findet man noch den Kameradschaftsgeist den man sonst wohl kaum noch findet.
    Heißt es oben nicht anstelle von messures du boudin…….J’avais un camarade…ich hat einen Kameraden???

    Gruß Heinz

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s