Saga „FALKENHORST“

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Ich bedanke mich bei Carsten Germann für folgende Rezension. Falkenhorst – Ein Idyll, 28. Juli 2016. Von Carsten Germann. Rezension bezieht sich auf: Nächte des Jägers (Roman) (Broschiert)

Zwischen Daktari, Shaka Zulu und der Flusspferddame Gudrun erzählt der in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) lebende Autor und Ex-Fremdenlegionär Thomas Gast (55) – eingebettet in eine im Paris des Jahres 1996 einsetzende Rahmenerzählung – die faszinierende und am Ende beinahe tragische Geschichte des deutschen Offiziers Hagen von Falkenhorst und seiner Getreuen, die auf der Flucht vor dem verdammten Krieg Hitler-Deutschlands gegen die Sowjetunion zu einer verschworenen Gemeinschaft werden – auf Leben und Tod.

Zuflucht bietet den so unterschiedlichen Männern die französische Fremdenlegion, mit der sie in Indochina und Libyen gefährliche Abenteuer erleben – aber die Freundschaft und die Liebe lässt sie alle Stürme überstehen. Mit der französischen Winzertochter Valerie, später von einem afrikanischen Eingeborenen ,,die Geschichtenverdreherin“ genannt, findet Hagen die Liebe seines Lebens, das in der zentralafrikanischen Savanne aus dem Nichts aus dem Boden gestampften Gut Falkenhorst wird ihre Heimat.

Falkenhorst steht – mitten im sich von den Kolonialmächten emanzipierenden Afrika – als eine Art Insel für fast schon vergessen geglaubte Werte wie Familie, Liebe, Harmonie, Frieden, Kameradschaft. Die Afrikaner um den markanten ,,King Loko“ werden guten Nachbarn, treuen Freunden und Beschützern der Weißen im Kampf gegen arabische Banditen und Menschenhändler, der Schamane ,,Kleiner Jäger“ zum großen Lehrmeister von Falkenhorsts Sohn Cal.

Beeindruckend sind die historischen Passagen. Thomas Gast spricht etwa auf S. 71 mit großem Respekt über den in der Forschung nie unumstrittenen ,,Wüstenfuchs“ Erwin Rommel: ,,Ein gnadenloser Feind, aber auch ein Ehrenmann.“ Krass erscheint der Szenenwechsel ab S. 74: Von Ägypten nach Indochina – und wieder mitten hinein in den Krieg (März 1945). Die Kolonialkriege im Kongo und auch die Kämpfe um Dien Pien Phu, einen fast mythischen Ort der Fremdenlegion in Indochina, Fallschirmjägereinsätze – Gast gehörte in 17 Jahren Dienst in der französischen Legion dem legendären Fallschirmjägerregiment 2e REP an – und das Entkommen aus scheinbar aussichtslosen Situationen prägen das Leben des Hagen von Falkenhorst und machen das Buch zu einer faszinierend-exotischen Lektüre. Ab S. 260 und mitten in den verlustreichen Kämpfen um Dien Pien Phu, stellt man sich als Leser die Frage: Wo treffen sich Fiktion und Erlebnisse des Autors?

Frieren, Leiden, Kämpfen, Lieben – Leben, Leidenschaft und Gefühlswelt des Hagen von Falkenhorst könnten an so vielen Stellen im Buch auch die des Thomas Gast sein…

Das Schicksal von Falkenhorsts Kindern lässt Gast beim Sprung zurück in die Rahmenhandlung offen – ein gelungener Ausstieg aus einer fazszinierend-tragischen Abenteuerreise.

Buchvorstellung „Nächte des Jägers“ (Roman) von Thomas Gast

 Nächte des Jägers

Paris, 1996.
An einem Montag im August saß ich allein in einem verqualmten Caférestaurant der Pariser Innenstadt und starrte in ein Glas Rotwein. Ich war müde und zugegeben auch etwas verwirrt. Meine konfusen Gedanken schweiften mal zu Hagen, dann wieder zu Gwen. Die Geschichte die ich erfahren hatte war noch frisch in meinem Gedächtnis doch zweifelte ich ob der Augenblick, sie jetzt schon niederzuschreiben, der Richtige war, wollte ich doch nicht meinen Emotionen sondern den reinen Fakten das Recht einräumen davon zu künden. Noch stritten sich beide. Ich trank einen großen Schluck, bestellte erneut und hatte es plötzlich eilig. Zum Teufel mit den Fakten! Meine zittrigen Finger griffen nach dem Stift und nach weniger als zwei Minuten lag bereits die erste Seite meiner zu Blatt gebrachten Emotionen vor mir.

Mit diesen Worten beginnt ein Abenteuer das den Leser, über drei Kontinente und durch ein halbes Jahrhundert, auf eine Zeitreise schickt, in der Fiction und Realität, wahre Geschichte und kaum glaubliche „Wunder des Lebens“ gut harmonisieren.

Hier ein kurzes Exposé.

Paris 1996.
Ein todkranker, alter Mann in Begleitung eines halbnackten Schwarzen klopft an der Türe eines Altenheimes. Bevor er stirbt hinterlässt er Altenpfleger Brice und dessen Freundin Gwen sein Vermächtnis. In zwei Tagebüchern, wovon eines in Deutsch und das andere in einer unbekannten Schrift verfasst ist, offenbart sich ihnen ein atemberaubendes Leben und sie lassen die Odyssee dieses Mannes zu neuem Leben erwachen. Die Zeitreise beginnt an der Ostfront vor den Toren Kiews. Der blutjunge deutsche Offizier Hagen Meister glaubte fest an das, was man ihm in den Militärakademien erzählt hatte. Wie die meisten Deutschen hatte auch er sich von den schnellen Erfolgen der Kriegsmaschinerie begeistern und täuschen lassen. Als er in den Kriegswirren im Sommer des Jahres 1941 an die Ostfront geschickt wird, hatte er noch Träume und eine gesunde Weltanschauung, solange zumindest bis er selbst Zeuge eines der größten und grausamsten NS Verbrechen der Geschichte wurde. Bei Kiew, am Rande der Großmütterchenschlucht von Babi Yar starben seine Illusionen.

Auszug aus dem Buch

»Befehlsverweigerung, Herr Leutnant! Dafür gibt es keine Ausreden. Man wird uns hinrichten. « Nächte NBK
Hagen winkte ab und deutete auf das Papier.
»Was ist das? «
Der Bayer drehte das vergilbte Blatt umständlich in seinen Händen.
»Irgendwas auf Russisch. Nimm! «
Hagen begutachtete das Schreiben.
»Darunter steht’s auf Deutsch oder können Sie etwa nicht lesen? «
Furchtwanger zuckte mit der Schulter und errötete gleichzeitig.
»Wenn Sie so nett sein würden, Herr Leutnant! «
Hagen Meister las.

Bekanntmachung.
Alle Juden der Stadt Kiew und ihre Umgebung haben sich am Montag den 29 September 1941, bis 8 Uhr morgens Ecke der Melnik- und Dokteriwski Strasse (an den Friedhoefen) einzufinden. Sie sollen Dokumente, Geld, Wertsachen, warme Kleidung, Unterwäsche usw. mitbringen. Jeder Jude der diese Anordnung nicht befolgt und anderweitig angetroffen wird, wird erschossen!

Die beiden Freunde werden Zeuge des heute noch kaum fassbaren Massakers bei Babi Yar.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt glich das Leben des Leutnant Hagen Meister einer Odyssee. Er desertiert, flieht vor diesem Alptraum, schlüpft aus Angst vor Verfolgung in die Identität des „Hagen von Falkenhorst.“

Die Nazischergen dicht auf den Fersen, den treuen Weggefährten Kurt, einen robusten Bayern der mit seiner Waffe besser umgehen konnte als mit seinen Mitmenschen im Schlepptau, schlägt er sich hunderte von Kilometern nach Süden bis zum Schwarzen Meer durch.

Über den halben Globus und über die Jahre hinweg erlebten sie gemeinsam die bittersten aber auch die schönsten Stunden ihres Lebens. Dieses führte sie zunächst nach Bir Hakeim, einem vergessene Ort mitten in der Libyschen Wüste, doch auch dort tobte der Krieg mit aller Macht.

Sie traten der Fremdenlegion bei, jener mythischen, sagenumwobenen Armee und fochten mit ihr gegen den Wüstenfuchs Rommel einen aussichtslosen doch heroischen Kampf.

Die nächste Etappe ihrer Irrfahrt führte sie ans andere Ende des Globus nach Indochina.

Hanoi, die Stadt zwischen zwei Flüssen!

Hier, immer noch in den Rängen der Fremdenlegion verliebte sich Hagen in die schöne My Son doch wie schon zuvor wandte Fortuna sich von ihm ab denn auf dem Höhepunkt ihres Liebesglücks fielen Japanische Truppen in Indochina ein, nahmen im Handstreich die Festung Hanoi und hinterließen eine blutige Spur die sich bis an die Grenzen Chinas im Norden zog.

Hagen und Kurt entkamen dem Massaker, doch My Son blieb auf der Strecke.

Mit Hilfe seiner Freunde deren Kreis inzwischen gewachsen war, gelang Hagen erneut die Flucht, doch er zog Bilanz. Er wollte endlich einen sicheren Hafen in dem er seine Wunden lecken konnte. Er sehnte sich nach einem Paradies in dem es sich leben ließ. Sein Paradies hatte einen ebenso Geheimnis- wie klangvollen Namen.

  Koumbala!

An diesem Ort im tiefen Schwarzafrika lernte er das Leben endlich von seiner Sonnenseite kennen.

Er verliebte sich erneut, doch dieses Mal war es mehr als nur ein verliebt sein, es war seine große Liebe.

Valerie, die Tochter eines französischen Weinbauers lief ebenfalls vor ihrer bitter schmeckenden Vergangenheit davon. In Hagen fand sie Ruhe und Kraft und einen Mann zu dem sie endlich aufsehen konnte.

Kathy und Cal, ihre beiden Kinder, wuchsen in der Weite der afrikanischen Savanne auf, in ihrer intakten Familie, intakt bis zu dem Tag an dem Hagen und seine Freunde wieder von der Vergangenheit eingeholt werden.

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Điện Biên Phủ
Eine Dschungelfestung in Herzen Indochinas und Hochburg der Französischen Kolonialmacht Frankreich wurde von den Việt Minh (越南獨立同盟會) bedroht. Zu Hunderten starben Fremdenlegionäre, gaben ihr Blut, riefen verzweifelt nach Unterstützung die nie kam. Hagen und seine „Treuen“ folgten diesem Ruf, kamen so dieser „Fraternité Légionnaire“, dieser Waffenbrüderschaft nach, die einzigartig auf dieser Welt ist und die zu jeder Zeit dicker scheint als Blut.

Im Frühjahr 1954 wurden sie und viele andere Freiwillige mit dem Fallschirm in der grünen Hölle, im Talkessel Dien Bien Phus abgeworfen, in eine Schlacht die, wie schon in Bir Hakeim, von Anfang an verloren schien. Es war ein Nachtsprung hinein in ein Inferno, das an Stalingrad erinnert: Das Stalingrad der Franzosen! In der Tat spielten sich dort die heftigsten Grabenkämpfe seit Verdun ab.

Die Festung fiel am 07. Mai 1954 und Hagen, der diesmal nicht ganz ungeschoren davonkam, wurde von den Siegern in den Dschungel verschleppt, nahm den Weg der Verbannten in ein Lager der Việt Minh an der Chinesischen Grenze doch noch einmal gelang ihm die Flucht.

Sanaa Dubai(Ist der Titel zum zweiten Teil von Nächte des Jägers)

 

Leseprobe aus – NÄCHTE DE JÄGERS

Indochina, 1954.
Die Kolonialmacht Frankreich, vom zweiten Weltkrieg arg gebeutelt, ökonomisch geschwächt und sich zahlreiche Wunden leckend wollte oder konnte sich nicht eingestehen, dass ihr politisches Ziel Indochina wieder für sich zu gewinnen, eben nur ein politisches Ziel, ein redorer le blason bleiben würde. Träume, weiter nichts! Die Realität, vor allem die militärische Realität der kämpfenden Truppe am Boden nämlich war anders. Nach langen Jahren in denen Frankreichs Armee sich in Süd Vietnam, in Kambodscha und in Laos einen schrecklichen Guerilla Krieg stellen musste und gleichzeitig im Norden des Landes einen eher konventionellen von den Viet Minh mal angenommenen meist aber abgelehnten Krieg führte, kam alles wie es kommen musste.
Alle Wege führten und endeten in einem totalen Krieg, gefochten in einem Talkessel, einer Dschungelfestung namens Dien Bien Phu, einen Krieg den in Frankreich keiner interessierte weil er so weit weg, so fern ab vom Alltag tobte. Wie so oft waren es Fremdenlegionäre welche die Hauptlast der Kämpfe trugen, an vorderster Front standen… im Blut ihrer Kameraden, im eigenen Blut. Sie fochten 56 Tage. Trauriges Dien Bien Phu, denn am Ende sollte der Sieger des Krieges General Giap heißen doch das wusste noch niemand zu diesem Zeitpunkt.

Nächte des Jägers

Wieder daheim in Afrika schwört Hagen sich, seine Familie nie wieder zu verlassen, doch gnadenlos schlug das Schicksal erneut zu. Valerie war während seiner Abwesenheit an einer mysteriösen Krankheit gestorben und vermummte Sklavenhändler hatten seine Kinder Cal und Kathie entführt.
Hagen musste sich nun einem Kampf stellen, der mit Waffen nicht zu gewinnen schien. An seiner Seite: Kleiner Jäger, ein afrikanischer Schamane.

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Making of / wie das Buch entstand

Ich schrieb über vier Jahre an dem Roman, und schöpfte dabei aus dem Vollen. Zu allen Orten, (die Region Kiew ausgenommen) wie sie im Roman beschrieben sind, habe ich entweder einen persönlichen Bezug oder ich war selbst dort gewesen. Am Koumbalafluss und an der Gounda in der Zentralafrikanischen Republik war ich in den Jahren 1995 bis 1997 zweimal und das für längere Zeit. N’Délé ist mir ebenso familiär wie die Savanne welche den Grenzort umgibt. Auch damals gab es noch Elfenbeinschmuggel, Menschenhandel und Wilderer, und es gab Helden die sich diesen Machenschaften mutig entgegenstellten.

Meine Bekanntschaft mit einer Deutschen die in dieser harschen, Menschenfeindlichen Gegend ein christliches Werk vollbrachte, hat mich inspiriert Valerie aus der Asche entstehen zu lassen. Und Hagen von Falkenhorst? Nun, während meiner Zeit in Afrika lernte ich einen gewissen Laboureur kennen und schätzen. Es war einer dieser Männer, welche die Savanne erschlossen hatten. Hart, eckig, mutig und gerecht! Wie mein Protagonist es sein sollte. Der Name Falkenhorst bringt zwei von mir gewünschte Elemente ins Spiel. Zum einen diesen Hauch von Noblesse, und zum anderen sollte mein Held ein Deutscher sein.

Dann wollte ich eine Männerfreundschaft, Charakteren wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Für mich der Beweis, dass Gegensätze sich anziehen und dass echte Freundschaft Ränge und Raum und Zeit überdauert, dass diese Begriffe kein Hindernis darstellen wenn Seelen sich finden. Der eine ein Offizier vom Adel, der andere ein einfacher Soldat aus Bayern. Letzterer drall, frei raus und verheiratet mit einem K98 Scharfschützengewehr, Hagen drahtig, still und auf der Suche nach sich selbst.

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Der Part Fremdenlegion war mir bestens vertraut, hatte ich doch selbst 17 Jahre lang in der Legion gedient, und Indochina sollte später Thema Theater und Schauplatz eines meiner Bücher werden.

Der Roman ist geprägt vom Leben in seiner pursten Form: Von Liebe und Hass, von grausamen Überlebenskämpfen, atemberaubenden Landschaftsbeschreibungen, von Reich und von Arm, von Krieg und Frieden und von Toleranz und von der Vielfalt und Schönheit anderer Kulturen. Hier ein Ausschnitt in dem Hagen und Valerie sich finden.

Leseprobe

»Du bist ein großes Kind«, sagte sie plötzlich sanft und nahm seine Hand. »Nach allem was du jetzt über mich weißt, bist du ein großes, dummes Kind, wenn du mich noch zur Frau haben willst. Ich bin es nicht wert, die Frau irgendeines Mannes zu werden. «

Hagen war plötzlich überzeugter denn je: Wenn er Valerie jetzt gehen ließ, würde er es sein Leben lang bereuen und er hatte Angst. Angst davor dass er ihm nicht gelang sie davon zu überzeugen, wie wichtig sie für ihn bereits war. Es war nichts weiter als diese Angst, Liebe und seine Hilflosigkeit, die ihn dazu brachten, plötzlich zu reden.

Er erzählte von Babi Yar, und von seiner Flucht von der Ukraine bis nach Libyen, und auch von Indochina. Seine Augen strahlten als er My Son anführte und wurden seltsam dunkel bei der Erwähnung von Kleiner Antilopes Namen. Irgendwann waren seine Worte nicht mehr genug und Tränen traten an ihrer Stelle. Zum ersten Mal in seinem Leben weinte Hagen.

»Wir sind füreinander bestimmt, Valerie! « Er deutete in die Richtung, wo hinter einem Wildpfad Falkenhorst im Schatten hoher Baobabs lag.

»Ich gehe nicht mehr ohne dich dorthin zurück, lieber sterbe ich. «

Zunächst schwieg Valerie. Als sie dann sprach, hatte sich ihre Stimme seltsam verändert. Wie Samt und Seide hörte sie sich an.

»Die Antwort ist ja, du dummer Junge! « antwortete sie, schmiegte sich in seine kräftigen Arme und küsste ihn zärtlich. »Lass uns gehen! Lass uns nach Hause gehen! «

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Valerie? Kurz, und damit der Leser weiß, aus welchem Hause sie stammt: Auszug aus dem Text (integral).

Immer am Wochenende empfingen die Faviers die Reichen und Wohlhabenden der Region. Bei solchen Gelegenheiten wurde aber nicht nur vorzüglich gespeist, getrunken und viel gelacht sondern auch, und das war Tradition und wohl der wichtigste Grund, Geschäfte gemacht und wie es unter Geschäftsleuten üblich war, Hochzeiten arrangiert.
Die St. Pierres waren eine renommierte Bankiersfamilie, deren Tradition als solche bis zurück in die erste Republik führte. Nichts was in und um Bordeaux finanziell von Bedeutung geschah, kam an den St. Pierres vorbei. Sie hatten, so schien es, jedem einzelnen Sou ihren Stempel aufgedrückt.
Das Wochenendhaus der Faviers lag mitten im Grünen zwischen den Ortschaften Bergerac und Périgueux. Es war ein einstöckiges Steinhaus umringt von Olivenhainen. Weder besonders schön noch protzig, lag es an einem ruhig dahin fliesenden Bach, der nur einige Meter außerhalb der Mauer die das Grundstück umgab in eine See endete.
Auf dem offenen Gelände hinter dem Hauptgebäude befand sich ein Pferdestall mit vier großen Boxen. Dort konnten die Gäste ihre Reittiere oder Kutschen unterstellen.
Die Gäste, hauptsächlich Freunde der Familie, drängten sich an diesem Tag bereits zahlreich um das Buffet das im Garten angerichtet war, nur die St. Pierres kamen wie üblich mit etwas Verspätung.
»Charmant, ihre Tochter!«
Jacques St. Pierre machte längst keinen Hehl mehr daraus, dass er Valerie seit langem schon als seine zukünftige Schwiegertochter akzeptiert hatte. »Nur so verdammt jung!«, klagte er.
Eric Favier sah ebenfalls zu Valerie hinüber die dabei war, Alchimist, ihren dunkelbraunen Hengst zu satteln.
»Mein Gott!«, sagte er wie vom Donner gerührt. »Wüsste ich’s nicht besser, würde ich sagen, ihre Mutter ist’s.«
Dann, mit einem wohlwollenden Blick auf Jacques St. Pierre.
»Um ihr Alter mach dir mal keine Sorgen, lieber Freund. Andere Frauen im selben Alter haben schon Kinder, aber das Thema hatten wir ja schon mal. Sag mir lieber ob es Neuigkeiten von Gilbert gibt.«
Sofort erhellte sich das Gesicht des Bankiers. Seine feisten Backen glänzten vor Enthusiasmus.
»Seit Oktober befiehlt er eine Halbbrigade. Sein letzter Brief errichte uns aus Syrien. Valerie wird sich noch ein wenig in Geduld üben müssen.«
Eric Favier konnte diesen Enthusiasmus nie nachvollziehen. Er selbst war mit Leib und Seele Anhänger des Vichy-Regimes. Zum Teufel mit de Gaulle! Natürlich wäre es geschäftlicher Selbstmord, Jacques St. Pierre an diesen Gedanken teilhaben zu lassen.
»Sag Eric. Wie viel Hektar haben die Faviers, père et fils?«
Er musste über die Bezeichnung père et fils lachen.
»Fünfzig?«
»Doppelt soviel«, korrigierte Eric ihn.
Sofort begann es im Kopf des Bankiers zu arbeiten.
»Mich wirst du nicht mehr los«, sagte er dann nach einer Weile. »Umgerechnet in Francs gäbe das eine gewaltige Summe. Ich frage gerade mich, ob Valerie soviel wert ist?«
Noch bevor Eric antworten konnte, lachte St. Pierre.
»Das war nur ein Scherz, lieber Eric. Nur ein Scherz.«
Mit seinen nächsten Worten hingegen überrumpelte St. Pierre ihn völlig. »Sag, Eric. Was hältst du davon, wenn wir Valerie nach Afrika schicken?«
»Sie nach Afrika schicken?«
»Gilbert ist bis Ende 1947 in Äquatorialafrika gebunden. Das ist entschieden zu lange. Lassen wir sie doch vor ihrer Heirat sich gegenseitig schon ein bisschen beschnuppern.«
Als er Erics entsetztes Gesicht bemerkte, fügte er schnell und leise hinzu. »Dein Schaden soll es nicht sein wenn die Heirat früher zustande kommt, als geplant. Und wer gibt dir schon die Garantie, dass Gilbert wartet bis er wieder hier ist? Auch dort drüben gibt es hübsche Mädchen!«
»Ja, Negerweiber!«, entfuhr es Eric.
Voller Unbehagen bemerkte er die Blicke einiger Gäste.
Auch St. Pierre waren sie nicht entgangen.

Nächte des Jägers
»Lass uns etwas die Beine vertreten«, sagte er laut und setzte ein beschwichtigendes Lächeln auf.
Als sie Abseits der neugierig gewordenen Gäste waren fuhren sie mit ihrem Gespräch fort. Es war ein ziemlich einseitiges Gespräch. St. Pierre ließ gar keine Zweifel aufkommen, dass er sich bereits entschieden hatte. Dennoch brachte Eric Favier seine Bedenken vor, er versuchte es zumindest.
»Das ist Unzucht! Wie kannst du nur wollen, dass Valerie, ohne dass sie verheiratet sind..!«
»Keine Negerweiber«, unterbrach St. Pierre ihn scharf. »In den Kolonien wimmelt es von weißen Unternehmern, von französischen Offizieren und Expatriierten. Die meisten von ihnen haben ihre Familien dort. Frauen, Töchter, Schwestern! Alle schön, weiß, jung und hungrig. Verstehst du jetzt?«
Eric nickt betroffen. An so was hatte er nicht gedacht. Was nun, wenn Gilbert sich in eine Schöne, Weiße, Hungrige verliebte? Das wäre nicht auszudenken. Er sah den dicken Fisch der längst schon an seiner Angel zappelte wieder in den Fluten verschwinden.
»Du hast Recht!«
»Natürlich habe ich recht«, kommentierte St. Pierre, herablassend. Drohend fügte er wie so nebenbei hinzu. »Was machen deine Spielschulden, Eric?«
Eric Favier versteifte sich sofort. Der Bankier hatte ein Thema angeschnitten, das, so hatten sie es abgemacht, in der Öffentlichkeit Tabu war. Schon allein deswegen gab er keine Antwort.
St. Pierre konnte nicht umhin, ironisch zu lächeln.
»Wie alt ist Valerie jetzt?«, fragte er mokierend.
»Fünfzehn!« Die Stimme erklang hinter ihnen. Ein hoch gewachsener, gut aussehender Mann in den Dreißigern schlenderte mit einem etwas herablassendem Grinsen auf die beiden zu. Er war eine Erscheinung, die auffiel. Für seine Kleidung gab er ein Vermögen aus und seine Partys, auf denen der Champagner à volonté floss und die immer bis in die frühen Morgenstunden dauerten, waren bekannt und beliebt, vor allem beim weiblichem Publikum.

***

Wie Wölfe aus den Bergen

(Folgeroman zu `Nächte des Jägers‘)

Leseprobe

„Die Luft flirrte in der Gluthitze. Sie stieg empor, vermischte sich mit feinem Sand, erhob sich höher und verschwand – wie damals schon, vor Tausenden von Jahren. Sie verschwand, ließ der Abendkühle Platz und nahm die Erinnerung mit sich. Wüste. Menschenblut auf heißem Stein. Eine weiße Stadt, warmer Wind aus dem Landesinneren, fünf Afrikaner, kaum dem Kindesalter entwachsen. Man hatte sie kastriert und bis zu den Hüften in den glühend heißen, schwarzen Sand der Vulkanerde nahe am Meer eingegraben. Nur drei überlebten diese schreckliche Prozedur. Sie waren froh, würden aber bald schon bereuen, mit dem Leben davongekommen zu sein. Aus einer primitiven Schmiede heraus drangen unterdrückte Schmerzensschreie. Nackte, schwarze und weiße im Mondlicht schimmernde Mädchenleiber drängten sich um ihre Aufseher. Man schlug und brandmarkte sie wie Vieh, legte ihnen Ketten an, führte sie hinunter an den Kai, wo sie auf die dort bereits wartenden Schiffe verfrachtet wurden.“

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Kathy und Cal.


Von Sklavenjägern mitten aus dem Leben ihrer heimatlichen Farm Falkenhorst in Schwarzafrika gerissen, werden die beiden Geschwister auf die arabische Halbinsel verschleppt und dort getrennt. Während die nicht einmal fünfzehnjährige Kathy in Saudi Arabien verkauft und schließlich mit einem Mann zwangsverheiratet wird, der vom Alter her ihr Vater hätte sein können, erwartet Cal ein blutiger Krieg in der Bergwüste Nordjemens. Michael Hellenbroich, ein junger Unteroffizier einer Spezialeinheit, wird auf die Fährte der Entführer angesetzt. Sein Auftrag: Kathy und Cal lebend zurück in ihre Heimat zu bringen.

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Kundenrezension auf amazon.de vom 13. Juli 2013

Endlich die langersehnte Nachfolge zu „Nächte des Jägers“.
Man wird nicht enttäuscht. Es geht genau so spannand weiter wie das 1. Buch geendet hat. Abenteuer, Spannung und Action von der ersten bis zur letzten Seite.
Es bleibt zu hoffen, das die Geschichte rund um „Falkenhorst“ noch nicht vorbei ist.

djembaEs geht um FREIHEIT

Wir befinden uns mitten in der harschen Bergwüste Jemens. Cal und Crux stehen vor einem Scheideweg, denn es geht darum Abschied zu nehmen, es geht um Leben oder Tod. Brent hatte es Cal überlassen, über Letzteres zu entscheiden. Auszug aus „Wie Wölfe aus den Bergen.“
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Crux dachte lange Zeit über Cals Worte nach.
»Du hast recht«, sagte er schließlich. »Das Leben hat seine eigenen Gesetze, und nun … Wenn du mich umbringen willst, ich bin so weit. Bringen wir es hinter uns. «
»Sei still! «, herrschte Cal ihn an und lauschte tief in sich hinein.
»Hör zu«, sagte er schließlich.

Er erzählte Crux von dem Tag, an dem er mit Kleiner Jäger und drei anderen Männern aus dem Dorf auf die Suche nach einem verletzten Rhinozeros gegangen war. Sie hatten es gefunden, eingekreist und schließlich in den Sümpfen unweit von FALKENHORST gestellt. Ein Wilddieb hatte es schwer verletzt. In der rechten Schulter des Tieres steckte eine Eisenstange. Nur zehn Zentimeter davon waren noch sichtbar; der Rest, etwa dreißig Zentimeter, war in den Körper eingedrungen. Das Rhinozeros, ein Weibchen, schnaubte vor Wut und vor Schmerz. Es lag auf dem Bauch und litt sichtlich, hatte aber auch große Angst.
Cal hatte seinen Karabiner – einen K98, den Kurt ihm überlassen hatte – angehoben und das Herz des Tieres anvisiert, doch Kleiner Jägers Stimme hatte ihn in letzter Sekunde davon abgehalten, abzudrücken.
»Warte! «
Kleiner Jäger war nach vorne getreten und hatte weit beide Arme von sich gestreckt. Dann, als er so nahe heran war, dass er das Rhinozeros fast berühren konnte, sank er vor ihm auf die Knie. Was folgte, war erstaunlich. Der Schamane sprach tatsächlich mit dem Tier. Er bediente sich dabei einer Sprache, die Cal sehr wohl kannte. Es war Sango, er war damit aufgewachsen.
„Geh“, flüsterte Kleiner Jäger. „Du wirst leben. Mein Wort, dass niemand dir auch nur ein Haar krümmt, weder heute noch in der Zukunft, und nun geh. Geh in Frieden.“
Kurz darauf hatte sich das Tier aus eigener Kraft erhoben.
Jahre später hatten sie es wieder gesehen. Es war größer und stärker geworden und es hatte geworfen. Die Eisenstange ragte immer noch aus dem Leib, doch das schien es kaum zu stören. Es hatte den Kopf stolz erhoben und lange und aufmerksam in ihre Richtung geäugt.

»Warum erzählst du mir das alles? «, fragte Crux. Er war zutiefst beeindruckt, ließ es sich aber nicht anmerken.
»Weil ich dich etwas von dem schnuppern lassen möchte, was ich Heimat nenne, und weil ich möchte, dass du wieder vor Augen geführt bekommst, was Freiheit und Stolz bedeuten, bevor du deinem Gott Rede und Antwort stehst. Willst du beten? «
Crux lachte.
»Meintest du unseren Gott, meinst du Allah? «
Cal versteifte sich. »Ich war im Irrtum, Crux. Da, wo ich herkomme, trägt Gott einen anderen Namen. «
»Wir glaubten damals an …«, begann Crux, unterbrach sich jedoch. Er schwieg.
»Warum sprichst du nicht weiter? «
»Es ist nichts. Nur der Hauch einer Erinnerung. Alles ist so lange her. «
Cal hob seinen Blick und zeigte nach oben. »Siehst du das Kreuz des Südens? «, fragte er heftig. »Du hast mir einmal die Geschichte erzählt, wie sie dich verschleppten, damals. Du hast mir auch erzählt, dass du frei sein wolltest. Frei, frei, frei – oder tot. Das waren deine Worte. Schon vergessen? «
Crux starrte ebenfalls in den sternenbehangenen Himmel.
»Wie könnte ich. Ich erinnere mich sogar gut! «, flüsterte er kaum hörbar.
Cal, der spürte, dass Crux zum ersten Mal so etwas wie Zweifel hatte, beugte sich vor und legte seine Hand auf dessen Schulter.
»Es ist noch nicht zu spät. Komm mit uns, und wir werden gemeinsam jagen. Lass uns zusammen die Savanne durchstreifen, unter Baobabs Fladenbrot aus Maniok, Foufou und Mangofrüchte essen, und dazu Schnaps aus Palmen trinken … als freie Menschen, zuhause, in Afrika, unserer Heimat! Komm mit mir, Crux! «

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Es geht um KAMPF

Berthelsen, der Chef der Équipe CRAP in Buffalo One, war ein kleiner, bulliger Däne. Er war bei der Gründung seiner Spezialeinheit dabei gewesen und hatte bereits ein gutes Dutzend Einsätze wie diesen hinter sich. Immer war alles gut gegangen, dieses Mal jedoch hatte er Krämpfe im Magen. Nachdem er ein letztes Mal mit dem Piloten zusammen die Koordinaten überprüft hatte, nahm er den Kopfhörer kurz ab und wandte sich mit nach oben gestreckten Daumen an sein zehnköpfiges Team.
»Fertig machen! «
Die Männer luden ihre Waffen durch und überprüften ein letztes Mal ihre Ausrüstung. Jeder Handgriff saß, jede Geste war tausend Mal geprobt, sogar die Gedanken schienen wie synchronisiert. Berthelsen sah nach außen: Alles war stockdunkel. Nur ein winziger, flackernder Lichtfleck hüpfte unwirklich unter ihnen auf und ab. Normalerweise gestatteten es ihnen die Piloten nicht, die Waffen bereits in der Maschine durchzuladen, doch er hatte darauf bestanden, denn normalerweise flog man auch nicht in den Jemen, um einen so delikaten Auftrag auszuführen. Sein Team war mit den neuesten Nachtsichtgeräten ausgestattet, jeder von seinen Männern hatte eine doppelte Bewaffnung, deutsche MP 5 gepaart mit einer israelischen Desert Eagle Pistole, und zum ersten Mal setzten sie auch M16 Sturmgewehre ein. Im klein gehaltenen Sturmgepäck und in den weiten Außentaschen ihrer Camouflage-Westen befanden sich außerdem Hand- und Gewehrgranaten, Munition für die ersten vierundzwanzig Stunden, etwas Wasser, etwas Proviant. Auf weit tragende Kaliber hatten sie wohlweislich verzichtet, denn entweder würde die Aktion auf Anhieb gelingen oder sie kamen dort nicht mehr lebend weg.
»Eine Minute. «

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… und es geht um LEIDENSWEGE

Sarayj – Ort der Verdammnis.

Das Haus hatte nichts Schönes, nichts Warmes; nichts, was Hoffnung wecken konnte. Es war ein heruntergekommenes, zweistöckiges Gebäude mit winzigen vergitterten Fenstern und betongrauen Wänden.
»Zieh dich aus! «
Kathy tat, was die Leiterin der Einrichtung von ihr verlangte.
Saida Fatima war eine korpulente Frau mittleren Alters. Ihr Blick glich der Hausfassade; hart, grau, kalt. Sie lief einmal langsam um Kathy herum und betrachtete diese dabei ohne Scham von Kopf bis Fuß. »Du bist hübsch«, meinte sie. »Zu hübsch. Ich habe einige Mädchen hier, denen du gefallen wirst, und das bringt sicher böses Blut. «
Sie wies auf einen Hocker aus Metall.
»Setz dich«
Fatima klopfte mit einem hölzernen Stock an der Türe, worauf eine zierliche Frau mit der züchtig hochgeschlossenen Abbaya erschien. Sie humpelte.
»Schneide ihr die Haare, mein Kind. «
Während das geschah und Kathys lange, braune Locken auf den schmutzigen Boden fielen, sprach Fatima weiter auf Kathy ein.
»Es gibt Regeln in Sarayj, und an die wirst du dich gefälligst halten. Die wichtigste Regel für Neuankömmlinge ist diese: Verlasse nie ohne meine Erlaubnis das Haus. «
Als Kathy nur fragend die Augenbrauen hob, fuhr Fatima mit derselben, unpersönlichen Stimme fort.
»Hadeel, zeig Kathy, was geschieht, wenn man sich dabei erwischen lässt. «
Hadeel hielt inne und zog ihre Abbaya hoch bis zum Knie. Ihr linkes Bein, eine Handbreit unterhalb des Knies, fehlte.
»Die zweitwichtigste Regel ist, dich unterzuordnen. Du bist neu hier. Es gibt eine Hausordnung, die sagt, dass alle, die bereits länger hier sind, Vorrang vor dir haben. In allen Bereichen. Wecken ist um vier, Frühstück um halb fünf, und ab fünf wird gearbeitet.

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und es geht um LIEBE

Das Gewitter kam völlig unverhofft. Wie ein wütendes Tier fiel es über sie her, peitschte ihnen einen wolkenbruchartigen Regen ins Gesicht. Begleitet von starken Nordwestwinden spülten diese Niederschläge all ihre Zweifel, dass sie es schaffen würden, hinweg.
Mandingo war der Erste, der sich die Kleider vom Leibe riss, und begann sie zu waschen, um dann sich selbst mit einem flachen Stein abzuschrubben. Kathy folgte seinem Beispiel ungeniert. Die verwunderten Blicke der Männer ignorierend, entkleidete sie sich und hieß die relative Kühle der Natur auf ihrem Körper willkommen. Es war dunkel genug, fand sie.
»Na dann! «, sagte Cal halb belustigt, halb ernst. »Worauf warten wir noch? «
Brent sah sich um. Es war mitten in der Nacht und sie befanden sich auf der Ebene eines Plateaus aus Granitgestein. Hier gab es sehr viele Stellen, an denen sich der Regen sammeln würde. Genug Wasser, so schätzte er, für eine weitere Woche.
»Vor was hast du Angst, Soldat? «
Es war Kathy, die ihn aus seinen Überlegungen riss.
»Vielleicht«, sagte er lässig, »vielleicht habe ich vor dir Angst. «
Ein Blitz erhellte einige Sekunden das Plateau und badete es in ein gleißendes Licht. Der Regen fiel inzwischen so dicht, dass Kathy schreien musste, damit Brent sie verstand. Sie lachte. Es war ein befreiendes Lachen. Sie hörte erst auf damit, als Brent plötzlich ebenfalls nackt vor ihr stand.
»Gib’s zu. Du hast gewusst, dass es regnen würde. «
»Ich habe es gehofft«, erwiderte Brent. Sein Blick glitt über ihren nackten Körper. »Du bist die schönste Frau, die ich je gesehen habe. «
»Ich weiß«, erwiderte sie und schlang ihre Arme um seinen Hals. »Ich weiß. «

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Rezensionen

„Spannendes Buch mit hohem Unterhaltungswert. Spannend vom Anfang bis zum Ende. Ich habe angefangen zu lesen und es nicht mehr aus der Hand gelegt.“

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Endlich die langersehnte Nachfolge zu „Nächte des Jägers“.
Man wird nicht enttäuscht. Es geht genau so spannand weiter wie das 1. Buch geendet hat.
Abenteuer, Spannung und Action von der ersten bis zur letzten Seite.
Es bleibt zu hoffen, das die Geschichte rund um „Falkenhorst“ noch nicht vorbei ist.

 

Pressestimmen zu Nächte des Jägers

Buch-Tipp in der Ausgabe Februar 2012: […] Ausnahmsweise mal kein Sachbuch zu den vielfältigen Themen der Waffenwelt, sondern einen Roman wollen wir an dieser Stelle vorstellen.

 Der  Autor, Thomas Gast, hat nach Angaben des Verlages fast 20 Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient und so ist auch sein erstes belletristisches Werk durch seinen Werdegang und außergewöhnlichen Erfahrungsschatz geprägt. [….] (Caliber – Magazin)

 Buch-Tipp am 4./5. Februar 2012: […] `Nächte des Jägers´ ist kein Geschichtsbuch, es ist ein Roman. Und der ist spannend erzählt. Gast macht dem Leser nichts vor, erzählt solide aus fundiertem Wissen, zwängt eine Menge Action zwischen die Deckel des Taschenbuchs … […] (Nordbayrischer Kurier)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

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 „Der ehemalige Fremdenlegionär und Autor Thomas Gast entführt den Leser in eine außergewöhnliche Romanwelt. Hierbei verwendet er nicht nur Themen der Zeitgeschichte und der französischen Fremdenlegion, sondern lässt geschickt seine Erfahrung aus 17 Jahren Dienstzeit in dieser Eliteeinheit mit einfließen. Durch fundierte Recherchen des Autors im Archiv der Fremdenlegion in Aubagne /Südfrankreich, erhält dieser Roman zusätzlich Authentizität.“

„Eine packende Geschichte mit interessanten Charakteren. Sie wird spannend erzählt und regt manchmal auch zum Nachdenken an. Der Autor Versetzt einen in vergangene Zeiten und an ferne Orte. Man spürt in vielen Passagen, dass er sehr genau kennt, worüber er schreibt. Es ist eines jener Bücher, die ich nur ungern aus der Hand gelegt habe.“

Ich wünsche viel Lese-Spaß: Thomas Gast

BASKENMÜTZE 01

Titel –  Nächte des Jägers von Thomas Gast


Herausgeber – Epee Edition / Kehl
ISBN-10: 394328803X
Texte – Copyright by Thomas Gast
Sprache – de
Thomas Gast – 95445 Bayreuth
Tel : 092140068002
mail: thomaslegion@rocketmail.com

Titel –  Wie Wölfe aus den Bergen von Thomas Gast

Herausgeber – Epee Edition / Kehl
ISBN-10: 3943288153
Texte – Copyright by Thomas Gast
Sprache – de
Thomas Gast – 95445 Byareuth
Tel : 092140068002
mail: thomaslegion@rocketmail.com

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LEGION 01

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