Stänker-Box

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dragon

Leserbrief. Ich nehme Bezug auf den Artikel des „Evangelischer Kirchenbote 13 / 2014 / „Du hast das Bösartige gesehen.“

Das Thema auf Seite 5. Völkermord in Ruanda.

90_m8d17993.jpg(Gemälde von .PAUL ANASTASIU, ex Fremdenlegionär)

Sehre geehrte Damen und Herren.
Mein Name ist Thomas Gast. Ich glaube an Gott, war immer ein überzeugter Protestant, bin es heute noch. Trotzdem (oder genau deshalb?), bin ich vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten. Das hat nichts mit einem plötzlichen Fehlen meines Glaubens an Gott zu tun, sondern vielmehr mit skandalösen Erfahrungen mit der von Menschen eingeführten und beschämenden Kirchensteuer, und mit einem persönlichen sehr enttäuschenden Erlebnis mit hohen kirchlichen Würdenträgern in Florenz / Italien in den Jahren 1994-95.

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Der Ruanda Genozid 1994 hat mich ebenfalls sehr betroffen gemacht. Ich war zu der Zeit Soldat in der Französischen Fremdenlegion. Man sieht also schon, Kirche und Militär sein muss sich nicht beißen (komischerweise tut es das aber in den Augen einiger, die in der Fremdenlegion wohl kein „Militär“ sehen, sondern diesbezüglich immer noch „Klischee“ predigen). Die Nähe der Kirche zum Militär war immer groß: Siehe Kreuzzüge, oder Richtlinien in der Bibel wann ein Krieg gerechtfertigt ist oder wann nicht, oder noch unzählige Beispiele in denen Kirchenoberhäupter Militärdiktaturen unterstützt haben, Militärseelsorge, Soldatenwallfahrt ins schöne Lourdes wo man auch Legionären über den Weg läuft, etc. etc. etc. Fast alle Offiziere die ich kenne, und viele einfache Soldaten sind sehr fromm und religiös erzogen worden. Es sind praktizierende Gläubige! Ich persönlich muss nicht in die Kirche gehen, um an meinen Gott zu glauben. Das Ostentative und Scheinheilige habe ich immer abgelehnt! Doch nun zurück zum Thema: Einheiten der Fallschirmjäger der Fremdenlegion wurden damals, 1994, nach Ruanda verlegt. Unsere Männer die dorthin geschickt wurden kannte ich alle, viele von ihnen sogar sehr gut. Es waren auch deutsche Legionäre dabei. Nun las ich im evangelischen Kirchenboten 13/2014 folgende Aussage, ich zitiere:
„Bald kamen Fremdenlegionäre, um die Franzosen zu evakuieren, doch den Deutschen (Ruanda-Engagierter aus der Pfalz) wollten sie nicht mitnehmen!“

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(Kämpfer in Sarajevo)

Meine Antwort? Ich hole etwas aus! Im Jahr 1997, im Rahmen eines humanitären Auftrages (es war nicht mein erster und auch nicht mein letzter), war ich mit meinem Zug in Kongo Brazzaville eingesetzt. Wir haben (unter anderem), den deutschen Botschafter und seine Familie aus der sehr umkämpften Stadt herausgeholt. Allen Expatriierten, die uns um Hilfe baten, wurde geholfen: Schnell, effizient, immer unter Einsatz unseres Lebens brachten wir Hilfe. Das war normal. Auch wer nicht explizit um Hilfe bat, konnte sich in Sicherheit wähnen. Unsere Humanitäre Aufgabe hatte immer Vorrang vor dem Kampfauftrag, wobei Erstere ohne den Letzteren oft mal nicht möglich war. Was ich damit sagen will ist: Die Fremdenlegion würde sich nie (auch auf Befehl nicht!) „ausschließlich“ darauf konzentrieren nur Franzosen aus den Krisengebieten in denen sie eingesetzt ist zu evakuieren, sondern vielmehr hat sie immer „allen Menschen“ Expatriierten, Kaukasischer Rasse, Asiaten oder Afrikanern und anderen die Hand gereicht. Die Legion besteht selbst aus über hundert Nationen, aus verschiedenen Rassen. Alle Religionen sind bei uns vertreten! Unterschiede macht die Legion kaum. Sozialen Schichten finden sich hier wie es bunter kaum geht: Rechtsanwälte, Politiker, Straßenfeger, Notare, alt, jung, Pfaffen und Atheisten, Intelligenzbestien und solche, die es noch werden wollen! Der Mix macht’s! Man glaubt mir nicht? Eine kleine Auswahl auch von Prominenten die in der Legion gedient haben gefällig?

congo0019(1997 Fremdenlegionäre evakuieren Schwestern aus der umkämpften Stadt Brazzaville / Kongo)

Louis II. von Monaco, Peter I. Karadjordjevic von Serbien. Prinz Aage von Dänemark, Prinz Louis Napoléon von Frankreich, Prinz Amilakvari von Georgien. General Sinovi Pechkoff Adoptivsohn von Maxime Gorki, Rodion Malinowski, Marschall der Sowjetunion. Es dienten Autoren wie Ernst Jünger und Arthur Koestler. Künstler wie Stael von Holstein, Blaise Cendrars, Moise Kisling oder Hans Hartung. Politiker wie Philip Rosenthal (SPD Bundestagsabgeordneter) oder Giuseppe Bottai, Gouverneur von Rom – italienischer Erziehungsminister. Dichter wie Alan Seeger. Komponisten, denken wir nur an Cole Porter. Geschäftsmänner vom höchsten Format wie Simon Murray. Sportler wie Francois Faber, Belgischer Radprofi und Sieger der Tour de France 1909. Profiboxer wie Tony Ascencio, Hollywoodstar Dominique Vandenberg, und viele andere.
Ihr / unser gemeinsamer Nenner? Toleranz und Selbstlosigkeit!

Capitaine Hessler0004(Deutscher Legionär 1986 an der Grenze nach Surinma im Flüchtlingslager Accarouany)

Diese Wörter sind in unseren Reihen eben nicht nur Wörter. Sie werden gelebt! In Ruanda ebenso wie in Sarajevo 1992 / 1993 (UNPROFOR), in Kolwesi / Zaire 1978 (Die Legion befreite hunderte von europäischen und afrikanischen Geiseln weil andere Armeen es sich nicht zutrauten), in Brazzaville / Kongo 1997 (Geiselbefreiung, u. a. auch sehr viele Europäer) oder noch in Mali und Afghanistan um Schluss zu machen mit Unrecht und Gewalt, aber auch bei anderen humanitären Einsätzen denken wir an Asien nach dem fürchterlichen Tsunami von 2004: Die Legion half vor Ort! Sie stand auch an der Grenze nach Syrien, half dort in Flüchtlingslagern, etc. etc. Keine Armee der Welt hat sich in den letzten dreißig Jahren so in den Dienst der Menschheit gestellt wie die Französische Fremdenlegion. Wenn nun jemand schreibt, dass die Fremdenlegion „… Deutsche nicht mitnehmen wollte …“ dann muss ich dem Redakteur leider schlichte Lüge vorwerfen. Oder es gab Missverständnisse. Oder es wird mit so einer absurden Aussage ein gewisser Zweck verfolgt. Oder die Menschen die „mitgenommen“ werden wollten haben ihr Désirata an die falsche Adresse gerichtet! Die Aussage als solche jedoch, kann nur falsch und an den Haaren herbeigezogen sein, auch deshalb weil der Eindruck entsteht, die Legion hat mit Humanismus und mit Völkerrechten nichts am Hut. Ich war siebzehn Jahre lang mit meinen Männern in Krisengebieten „au baroud“, und hätte mich jemand in einer Notsituation angesprochen (egal wer) sein Anliegen wäre meines geworden! Und ich hätte eine Priorität daraus gemacht. Und so sind wir alle, heute noch, wir: Die Legionäre.
Vive la Légion !
Mit den allerbesten Grüßen – Thomas Gast. Autor und Ex Fremdenlegionär.

dragon

Deutsche Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik

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Es ist gut möglich, dass in ein paar Wochen deutsche Soldaten den Boden der Zentralafrikanischen Republik betreten. Ich spreche von Bodentruppen, die im Rahmen der erst seit 2007 vollends operationellen EU Battle Group agieren könnten. Bundeswehr und Afrika, prallen da zwei Welten aufeinander? Auch wenn die „Bürger in Uniform“  bereits in Somalia, am Horn von Afrika und bei den Präsidentschaftswahlen in Kinshasa schüchterne Afrika Erfahrungen gesammelt haben, ein „gefährliches und unberechenbares Abenteuer“ wie Focus es nannte, war der schwarze Kontinent für die Bundeswehr nie wirklich. Im Gegenteil.

Doch die Zentralafrikanische Republik ist unberechenbar.

Und gefährlich ist es dort auch.

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Ich war vier Mal in diesem Land im Einsatz, spreche aus Erfahrung.  Bangui, die Hauptstadt am Oubangui-Fluss ist ein Pulverfass, eins, das Potential und Anspruch hat, jederzeit explodieren zu können. Wir Legionäre waren dort quasi Zuhause, die Jungs vom Bund werden sich jedoch alles andere als Zuhause fühlen. Ob Europa, oder wer auch immer, zu Recht dort den Gendarmen spielt, möchte ich mal aussen vor lassen. Fakt aber ist, dass die Menschen in der RCA (République Centrafricaine) sich wieder einmal mehr bevormundet sehen werden. Der Mann auf Banguis Strassen denkt nicht, wie wir, mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch. Und der fragt ihn: Was bringen die Deutschen uns denn grossartiges mit, was können sie uns geben?

Diamanten? Die haben wir selber!

Frieden? Den machen wir! Oder auch nicht!

Wissen? Haben wir das wirklich nötig? Waffen etwa? Ja, Waffen bringen sie mit. Ihre eigenen. Doch schiessen werden sie damit nicht.

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Das wissen sogar die Afrikaner, denn sie lesen auch Zeitung. Ausserdem gibt es kein Feindbild! Zumindest kein typisches, wie etwa in Mali. In der RCA herrschen andere Masstäbe, und wenn wir schon von Waffen reden, die zirkulieren dort völlig unkontrolliert. In den Quartieren „La Kouanga“ und „Bacongo“ hat fast jeder eine. Man trägt sie nicht offen, sondern versteckt. Es war genau in diesen beiden Quartieren, in denen die Fallschirmjäger der Legion 1996 und 1997 beinharte Kämpfe mit „Mutins“ (EX Soldaten der regulären Armee, der F.A.C.A. – Forces Armées Centrafricaines) hatten, und es war in diesen Strassenzügen, in denen Soldaten aus dem TSCHAD (im Rahmen der MISAB, der Mission Interafricaine de Surveillance des Accords de Bangui. / Afrikanische Mission zur Überwachung der Friedensabkommen von Bangui) um sich selbst zu schützen, auf alles schossen, was sich bewegte.

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Waffenträger, wenn sie nicht der eigenen Nation entstammen, sind ein Feindbild!

Die Bundeswehr wäre meines Erachtens tief in der Bredouille, sollte man sie zum kämpfen dorthin schicken, und kämpfen müssten sie wie die Teufel, sollte man sie angreifen.

Richtig sicher wären unsere Soldaten eigentlich nirgendwo.

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Als die französische Armee 1998 das Camp Beal (Militärcamp zwischen Boy-Rabé und den 36 villas) aufgab und seine Truppen abzog, tat sie das mit grösster Erleichterung, denn Bangui ist „Kein Schöner Ort“.  „Ici, on tire ou on se tire“, sagten sogar die Legionäre. Hier schiesst man oder man verschwindet !

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Ein weiterer Unruheherd ist der Flughafen M’Poko. Um vom Stadtzentrum aus dorthin zu gelangen, muss man einige Viertel durchqueren, in denen schon manch Europäer Federn gelassen hat. IED’s oder Roadside Bomben wird man hier kaum finden, aber abgrundtiefen Hass. Hass auf Eindringlinge, und das sind europäische Soldaten in den Augen der meisten Afrikaner allzumal. Am Flughafen selbst warten rund 100.000 Menschen. Europäische Soldaten (die Fremdenlegion mal ausgenommen – die agieren derweil ganz woanders) würden, wenn schon, hier tätig werden.  Doch es käme schnell zu einer Saturation.  Während im Busch und in den Dörfern das töten weiter ginge, verteilen also deutsche Blauhelmsoldaten Essensrationen: Bohnen, Milchpulver und Reis. Drei Monate später zieht man die Truppen wieder ab, und streitet sich einmal mehr, ob die Operation ein Erfolg war oder nicht. Der „Deutsche“ war mehr Entwicklungshelfer als Soldat, und musste sein Kontingent vielleicht wieder (wie in Somalia) von italienischen Soldaten schützen lassen. Die nächste Frage die sich aufdrängt wenn alles vorüber ist, wäre die: Wer ist mehr zu bedauern, wir, die europäischen “ Gäste“ (hat man uns denn überhaupt eingeladen) oder die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik?

Wie dem auch sei, wir sollten stolz auf die Maenner und Frauen unserer Bundeswehr sein. Einigkeit und Recht und Freiheit … das geht nur, wenn jeder seinen Teil dazu beitraegt. Meine Gedanken sind auf Jedenfall bei unseren Soldaten, „wo immer“ diese auch im Einsatz sind.

Horrido

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„There’s no chance for us

It’s all decided for us!“

Neue Wege…

… muss man manchmal gehen, um Altes abzulegen, um Sich-Selbst wieder zu finden.

It’s all decided for us, behauptet Queensänger Freddy Mercury und das klingt stark nach Resignation.

Ich bin ein absoluter und unverbesserlicher Queen Fan, doch Freddy hat Unrecht, denn Nichts ist jemals entschieden, Nichts ist endgültig (außer der Tod!), Jeder hat immer eine Chance. Man kann Alles ändern, umkrempeln und … einfach neu beginnen.

Chancen beim Schopf zu packen, dazu fehlt uns jedoch oft der Mut.

 Warum?

Weil das Biest Angst oft unseren Alltag bestimmt, auch wenn wir dies nie zugeben würden.

 ***

Zum Beispiel hat der Mensch generell Angst, loszulassen, über Bord zu werfen, sich zu trennen, etwas an einer, oft auch mal verzwickten Situation zu ändern. Alte Gamellen schleift man gerne mit durchs Leben, auch wenn diese dann wie ein Amboss auf unserer Brust liegen, uns durch ihr Gewicht erdrücken.

Viele möchten sich und ihr Leben gerne ändern. Es gibt Paare die unglücklich sind. Es gibt Jene, die neue Horizonte erforschen, neue Körper berühren wollen. Oder solche die gerne den Wind einer neuen Freiheit – die der Worte und die der Taten – im Gesicht spüren würden. Andere hätten eine unbändige Lust, ihre Seele  nach den Takten sanfter Melodien eines erneuten Liebesglücks wiegen zu lassen.

Oder einfach nur mal das machen, was man immer schon mal wollte, es sich aber nie traute weil der Rahmen in dem man gekeilt ist und die Gesellschaftlichen Zwänge dies einfach nicht zulassen?

 Manch Ehe ist tief zerrüttet, die Liebe ist Futsch, der Respekt eigentlich auch und wenn man sich  ansieht fehlt dieser Wow! Effekt.  Was sie einst zusammengeführt hat – die geistige wie körperliche Attraktivität, kulturelle, soziale oder gesellschaftliche Gemeinsamkeiten – ist oft längst Schnee von gestern.

 ***

Zärtlich sein ist ein Fremdwort geworden und Nehmen ist längst cooler als Geben.

 ***

Null Gänsehaut mehr, weder beim ansehen noch beim berühren, und die Schmetterlinge im Bauch sind nicht mehr hungrig und febril sondern einfach nur Papp-Satt.

Mann schlägt Frau – Schweigen, (Worte haben Urlaub.)

Mann ignoriert Frau – Zuhause wo’s keiner sieht (Wertschätzung … kann man das essen?)

Frau betrügt Mann – Ohne Kommentar, (weiß keiner, würd auch keiner glauben).

Frau ignoriert Mann – Arme Sau.

Einer von beiden trinkt heimlich – Trägt aber öffentlich nüchterne Krawatten (… oder gestreifte Klamotten vom teuren Outlet um die Ecke!).

Kind ist unglücklich – Weil den Eltern der Mut zur Konsequenz und somit zu menschlicher Größe fehlt, und weil Papa ne arme Sau ist der seine Frau schlägt weil sie ihn betrügt aus Rache weil er sie ignoriert.

Und derweil läuft Biest Angst frei in der Wohnung rum und tut wie es ihm beliebt – kann ja nix passieren, wie gehabt alles in trockenen Tüchern.

 ***

Zusammen-Bleiben aus Gewohnheit. Aus Bequemlichkeit. Aus  Angst vorm alleine sein. Wegen der gemeinsamen Schulden …  wegen dem … was würde man denn über uns denken? Wegen der Schwiegereltern die ja alles finanziert haben und mit im selben Haus wohnen … man fühlt sich ja verpflichtet!

Oder doch wegen der Kinder?

Da-Bleiben, weil eine Trennung einem Versagen, einem (erneuten) Misserfolg gleichkommen würde. Krampfhaft Fest-Halten obwohl man tief in sich spürt: Glück könnte anders, vielleicht sogar glücklicher aussehen! Bin ich mir nicht mehr wert?

Bleiben, weil der Partner krank ist und Gefühle wie Verpflichtung und Loyalität größer sind als der Mut.

(Oder ist eben gerade das unser MUT? Das Bleiben?)

Den Job behalten, um jeden Preiss? … trotz Mobbing, trotz Unterbezahlung und trotz mancher Chefs die man in der Pfeife rauchen kann? Aufgeben passt nicht – egal der kaum tragbaren Arbeitsbedingungen. Geld regiert schließlich die Welt – braucht ja jeder, egal wie man es bekommt oder ob die eigene Würde einen Sprung abkriegt.

Sind wir Menschen edle Ritter (Rücksicht, Vorsicht, Nachsicht  – Keine Scherben) und gleichzeitig  erbärmliche Feiglinge (Biest Angst liegt breit auf unsrem Sofa und wir hüten uns, es gegen die Strichrichtung zu streicheln)?

 ***

Oder können wir auch loslassen, verlassen was unsere Lebensqualität beeinflusst, können wir den Amboss abstoßen und unser Ich endlich suchen (und auch finden wollen.)

Drei Dinge (nein nicht die!) von denen ich überzeugt bin.

1 -In jedem von uns stecken mehr Wille und mehr Kraft, auch mehr Entscheidungs-Kraft, als wir selbst oder andere es  annehmen.

2 – Loslassen, sich trennen und über Bord werfen: Das ist kein aufgeben sondern im Gegenteil – es ist oft Mal ein Neu Beginnen (Was nicht heißt, dass neu unbedingt besser ist, aber man hat es zumindest versucht).

3- Auch in Ihnen schlummert sehr viel Mut – So oder so!

Aber vergessen Sie nicht.

Jeder hat nur ein Leben.

 Bestimmen Sie darüber und überlassen Sie diesen Prozess nicht andern!

Eigenes Glück kann man schaffen – Seien Sie Ihr eigener Schmied.

***

Und wenn man weiß: Ich bin feige und ich fühl mich trotzdem toll, siehe affengeil dabei – dann seien Sie feige, zum Teufel mit dem Rest der Welt.

Und sollte ich – wie ein Revolutionär – neue Wege beschreiten wollen, und mir geht es dabei besser: Dann schwenken sie die Fahnen – auf zu anderen, neuen Ufern, verdammt sei wer’s nicht versteht.

Was zählt?

Dass auf unsrem Grabstein steht: Ich habe mein Leben gelebt wie ICH es wollte.

 There’s no chance for us?

 Lachen ist angesagt. We can do … jeder wie es ihm behagt oder besser noch: Jeder wie er es für sich entscheidet. Die Dummen im Leben sind die Zauderer.

G.S.T

***

Papa, warum fällt der Mond nicht runter?

(Flic Flac, oder  … ganz schön schräg, die Sache!)

 

Mit fünfzehn  las ich  – Die exakten Geheimnisse unserer Welt –  von Isaac Asimov.

Auch wenn zwischenzeitlich einige dieser Thesen und Ansichten heute längst in ein anderes Licht gerückt sind – weil teilweise widerlegt, weil neu berechnet, weil zu starr – so ist dieses Buch doch ein Katapult in ein großes Abenteuer für den, der es denn möchte.

Wissen wollen … ist Evolution. So war es immer. So wird es immer sein.

Wissen ist Macht.

Macht kann uns zum Vorteil gereichen oder uns zerstören.

Je nach dem wer sie besitzt und wie er sie einsetzt!

Einer der Standardsätze meiner Tochter – sie war damals erst drei – war

Papa, warum fällt der Mond nicht runter?

Sie wollte (Wissen) wissen.

Sie war halt neugierig.

Neugier prägt auch mein Leben.

Nun hab ich kürzlich eine TV Sendung gesehen. Thema war das Multiversum oder Parallelwelten – meine Neugier spielte sofort Flic Flac. So erfuhr ich, dass die Möglichkeit, dass es mich nicht nur einmal gibt, sehr hoch ist. Nicht nur mich sondern uns alle, jeden von uns.

Würde man das Garn weiterspinnen, könnte es sicher sein, dass einige dieser Ich’s in ihrer Entwicklung bereits einen Schritt weiter sind, andere wiederum nicht, dass die Gedanken, bei denen die mit mir gleichauf sind, gleich sind, weil wir ja Identisch sind.

Ich denke also in diesem Moment etwas, was einige Milliarden Kilometer weiter weg, mein zweites Ich ein paar Sekunden später denken würde oder andersherum? Ich bin schon tot, weiß nur noch nichts davon. Das also? Oder gibt es uns gar nicht und alles ist Illusion in einer Illusion in einer Illusion … in einer ILLUSION? Alles geschieht immer wieder.

Das Multiversum unterliegt Gesetzen, denen es nicht entfliehen kann,  auch wir?

 Alles was wir tun ist programmiert: Alles! (?)

Zufälle gibt es nicht und grandiose Einfälle die wir haben sind vorgesehen. Wir sind also keine Genies sondern strohdumme Roboter aus Fleisch und Blut, prädestiniert das zu tun, was man von uns verlangt: Doch wer ist MAN?

Ich lasse Gott außen vor, denn das schlimmste was geschehen könnte, wäre, irgendwann zu erfahren, dass es sich mit ihm genauso verhält wie mit uns. Es gibt ihn mehrmals!

Für diese These hätten sie mich vor nicht allzu langer Zeit verbrannt oder geköpft, doch nun zurück: Wer ist MAN?.

MAN – das ist ein großes, schwarzes Monster ohne Anfang, ohne Ende.

Einen Beginn gibt es nicht und nie hört etwas auf!

MAN – ist in jedem von uns, MAN ist essentiell, man ist das einfach!

In dem Augenblick, indem wir begreifen können, wie wir funktionieren, haben wir Antworten auf ALLE  Fragen.

Zu Begreifen, fehlt uns nicht die Intelligenz aber sehr wohl die Zeit.  Der Moment des Begreifens  wäre in etwa 200 bis 400 Jahren gekommen, vielleicht in tausend, doch diese Zeit haben wir nicht mehr! Ein Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre genügt, um zu verstehen, dass sich der Mensch vor dieser Frist selbst zerstört oder Opfer eines Kometen, eines Vulkanausbruches oder einer anderen Naturkatastrophe wird … ein kleiner Virus gefällig?

Ich bin sicher, dass eine einzelne Zelle meines Körpers, jedes Atom, jeder Quark, jedes Elementarteilchen von mir – (von uns), ein Multi-Versum ist in dem sich wieder andere verbergen … es hört nie auf.

… und weiter

Einen Tod gäbe es den aktuellen Umständen entsprechend nicht, wie auch? Wenn es nämlich stimmt, dass es immer ein Ich gibt das mir hinterher hinkt, also auch jünger ist, dann kann es zwar meinen Sterbefall geben aber woanders lebe ich ja noch, und das immer – und besser noch: Ich bin noch lange davor, überhaupt geboren zu sein. Das was ich tue ist ja vielleicht mein anderes ich: Ich nehme kategorisch Abstand davon!

Nehmen wir an, aus dieser schlichten Mutmaßung heraus, leitet jemand ab, dass ja alles im Prinzip egal ist. Was wir auch tun: Es ist uns ja so bestimmt und Folgen hat es keine, weil wir es ja noch nicht (oder schon längst) getan haben, und wenn es Folgen hat, dann war es auch so vorhergesehen kann also nicht falsch sein… weil von 1000 Göttern geplant (… oder  verderben etwa viele Köche den Brei?).

Dieser Jemand … wenn es ein Robespierre und kein Danton ist, ein Hitler und keine  Emily Greene Balch, das britische Empire und  kein Ghandi, die USA und keine Nordamerikanischen Indianer, israelische Juden und keine palästinensischen   Araber  …  – Gelinde ausgedrückt: Unruhe und Rastlosigkeit in der Eroberer Seele der ersten und eventuell Sehnsucht nach den Frieden der letztgenannten – – könnte die Welt ins Chaos führen, die absolute Anarchie in die Wege leiten ganz nach dem Motto: Alles halb so wild, es ist doch noch gar nichts passiert, Gott vergibt, denn es gibt ihn viermal oder öfter (… ich, du lieber Leser –  bist vielleicht eine Kopie davon) und überhaupt!

Mann ist das alles schräg.

So entstehen Science-Fiction oder Endzeit Filme.

So nähert man sich dem Irrenhaus der …  Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho!

Oder die Verrückten sind normal?

Oder wir alle sind eine Person?

Zentral-Gesteuert!

Oder sind wir alle Verrückt?

Nun … ich muss drüber nachdenken … bis zum nächsten schrägen Blog.

***

5 thoughts on “Stänker-Box”

    1. Sorry, … Du bist doch einer … der nur seine Arbeit kennt und sein Wohnzimmer ….
      Weltliche und auch so weitere Erfahrungen bzw. Ausland und Mentalitäten … das sind Fremdwörter für dich.

      Du hast anscheinends nichts in deinem Leben erlebt und gesehen und damit meine ich nicht die Nachrichten im TV.

      Tu Dir mal einen großen Gefallen und erweitere deinen Horizont mal ….

      Denn was hier oben von T.Gast geschrieben worden ist … so ist das wahre Leben und die Frage die er stellte, ist völlig berechtigt und nachdenkenswert ….
      Wie viele Deutsche sind in Bosnien z:b: wegen solcher Fehleinsätze zu Schaden gekommen ? … Muss das sein ?

      Stephane

  1. Ich habe ihn persönlich kennenlernen dürfen und bin froh darüber. Er ist einer der weiß von was er spricht/schreibt. Danke, mein Freund, für diese Zeilen; sie sprechen mir aus dem Herzen.

  2. Sehr geehrter Herr Gast!

    Ggf. können Sie mir behilflich sein, da ich seit geraumer Zeit versuche, den Lebenslauf von Oberst a. D. Otto-Harald Mors (Unternehmen „Eiche“) zu komplettieren. Ein Fernspäh-Kamerad teilte mir mit, daß er sich glaubt zu erinnern, Sie hätten in ihrem Werk „Die Legion 2e B.E.P – Die Fallschirmjäger im Indochina-Krieg“ erwähnt, Mors wäre (ggf. um früher aus der Kriegsgefangenschaft entlassen zu werden) der Fremdenlegion beigetreten. Möglicherweise 1946 bis 1950, vor der Eröffnung der Tanzschule in Ulm? Haben Sie darüber genauere Informationen? Ich wäre ihnen dafür sehr dankbar!

    Werte Grüße aus Berlin
    Andreas J. Voigt

    Nachsatz:

    http://de.metapedia.org/wiki/Mors,_Harald

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