Was wirklich zählt

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dragon

 

Ansichten…

… eines politisch Desinteressierten.

FRANKREICH 2011   

Wer dieser Tage aufmerksam die Nachrichten vorzugsweise aus Frankreich mit verfolgt stößt unweigerlich immer wieder auf einen Namen: Palästina!

Man hinderte am Flughafen Roissy Charles De Gaulle (wie auch in Genf, Brüssel und Berlin) mehrere Dutzend pro-palästinensische Aktivisten daran, ein Flugzeug nach Tel Aviv zu besteigen. Es handelte sich um freie Menschen die dem Palästinensischen Volk ihre Sympathien bekunden wollten. Kurzum wurden sie von Israel auf eine Liste gesetzt: Persona non grata gekrönt mit den Ausdruck T.e.r.r.o.r.i.s.t.

Dass unter diesen Menschen (hauptsächlich Franzosen wohlgemerkt) überwiegend Frauen, auch kleine Kinder und eine Handvoll Greise waren, schockierte niemand.

Erinnerungen werden augenblicklich in mir wach.

Ende des Jahre 2008 rief mich der Chef einer renommierten englischen Sicherheitsfirma an und fragte mich, ob ich Lust hätte für drei Monate in Jerusalem zu arbeiten.

 Ich sollte übergangsweise als stellvertretender Country Manager fungieren. Unsere Aufgabe war es, das ECTAO – European Commission Technical Assistance Office – am French Hill in Jerusalem zu bewachen und darüber hinaus noch die Villen der Diplomaten und natürlich den Botschafter (Head of Delegation) selbst.

Ich hatte etwa 45 Palästinenser in meinem Team , und für die Bewachung des Botschafters selbst, eine Handvoll ausgewählter europäischer Leibwächter. Ausnahmslos vertrauenswürdige, und höchst effiziente, feine Burschen.

Mit den Palästinensern verstand ich mich sofort prächtig weswegen ich mir bereits während des Übergabe Gesprächs einen Rüffel vom Big Boss einhandelte. Ich solle nicht so viel (am besten gar nicht) mit meinen Untergebenen reden, ihnen nicht – oder nicht so ostentativ – die Hand reichen, und mir doch bitteschön einen härteren Befehlston zulegen ( … ich war ja nur fast zwanzig Jahre in der Legion gewesen, wie soll ich da wissen was ein Befehlston ist?).

Lächeln  und aufkommender Unmut waren in mir angesagt!

(Bild unten: Meister PAUL ANASTASIU / Hauptgefreiter der Fremdenlegion)

Mein erster Eindruck von den Palästinensern: Rundherum offene, ehrliche Menschen die gerne reden, gerne lachen. Menschen mit einen sehr ausgeprägten Familiensinn, Menschen wie du und ich.

Bereits in der ersten Woche lud mich mein Stellvertreter in das Haus seines Vaters auf den Mount of Olive ein. Sein Vater war kürzlich aus Saudi Arabien zurückgekehrt wo er in Mekka seinen Hadj gemacht hatte. Zu diesem Anlass waren einige hochkarätige (Manager / Firmenbosse etc) , aber langweilige Engländer  und bestimmt hundert Palästinenser zusammengekommen. Von Letzteren  fragte mich kein Einziger danach wo ich herkam, was ich tat, welchen Background ich hatte oder über welche Qualifikationen oder Diplome ich verfüge. Die Briten hingegen interessierte nur das! Ich schämte mich für diese Aufdringlichkeit,  für dieses fehlen an Takt.

Für die Palästinenser war ich Thomas, der Chef von ihrem Sohn: Basta!

Es wurde gefeiert, Hände geschüttelt, gegessen und getrunken (Tee). Die Mutter meines Stellvertreters und seine Schwestern (sie trugen keinen Schleier) kümmerten sich herzlich um mich, und was mir besonders auffiel, mich beeindruckte war dieser familiale Zusammenhalt, diese Harmonie, dieses Miteinander. Enkel, Nichten, Töchter, Großeltern … alles war Harmonie!

Kaum ein Hauch von Unterdrückung oder einer gewissen Wertminderung des weiblichen Geschlechts. Der Vater, als Chef des Hauses brauchte nur einen Wunsch zu äußern und schon wurde dieser von einem seiner Söhne erfüllt. Natürlich, aus freien Stücken, und gerne, den Gesichtsausdrücken nach zu urteilen.

Auf dem Rückweg fiel mir zum ersten Mal bewusst auf dass es eine Art Apartheit gab. Die Palästinenser benutzten für den öffentlichen Transport Busse die für sie parat standen, Grün-Weiße!

For palestinians only!

(auf arabisch)

Erinnert uns das nicht an was?

…. sollten diese Zeiten nicht längst für immer vorbei sein?

Die alte Stadt Jerusalem (AL-QUDS) ist der Ort auf der Erde, der mich bisher am Meisten beindruckt hatte. Jeder Schritt den ich über dieVia Dolorosa  tat weckte etwas in mir. Schloss ich meine Augen sah ich Jesus mit einem Kreuz die dunklen, gepflasterten Gassen entlang laufen. Die Grabeskirche zu beschreiben, wäre Aufgabe für Dichter. Es herrscht eine Atmosphäre darin, eine Aura die beeindruckend ist, egal welcher Religion man angehört. Aber man muss dort gewesen sein um sich ein eigenes Bild zu machen.

Eine Häuserecke weiter Patrouillen der israelischen Armee. Ich sah Willkür, Hass in ihren Augen, bin sicher, würde man ihnen die Gelegenheit geben, das Palästinensische Volk würde noch mehr leiden.

Gerade die Israelis sollten es eigentlich besser wissen. Sollten Lehren aus der jüngsten Geschichte gezogen haben und, warum nicht, nichts unversucht lassen dass sich bestimmte Dinge nie mehr, egal wie, egal gegen wen, in welchem Land auch immer– wiederholen.

Irgendwann dieser Tage kam ich dann auf eine ganz dumme Idee. Ich wollte joggen, und das im Wadi al-Joz  (Arabervirtel unweit vom French Hill im Scheick Jarah arrondissement)

Skandal!

Die Engländer rieten mir ab – zu gefährlich sei das Ganze, …  dort sind arabische Banditen die mit Steinen nach dir werfen und, und, und! Als ich ängstlich, vor allem aber neugierig durch das Wadi joggte grüßten mich die Menschen dort höflich, und ich hatte mehr … viel mehr Angst, als ich Tags darauf in einem zu 100% israelischen Viertel mit  meinem Stellvertreter an meiner Seite, in einer Plastiktüte (damit es nicht so auffällt – mit einem Geldkoffer, so sagte man mir, hätte man alle Ganoven im Umkreis auf dem Rücken) den Lohn für meine Männer in einer Bank abholte.

Auch in Ramallah, wo ich mit einem Kämpfer der radikalen Hamas zu tun hatte und von diesem  freundlich begrüßt wurde, fühlte ich mich sauwohl. Ich kam als Gast, wurde so bedient und verließ Ramallah als Gast. Ich hatte nie ein ungutes Gefühl, nie das Bedürfnis hinter mich zu sehen sondern fühlte mich sicher, wusste: Diese Leute haben einen Ehrenkodex.

Am 27ten Dezember befand ich mich mit meiner Frau im alten Jerusalem, als ich einen Anruf von meinem Stellvertreter bekam. Ich solle sofort die Alte Stadt verlassen, es wäre etwas Wichtiges geschehen. Spannung lag in der Luft, an jeder Straßenecke kam es zu Menschenansammlungen, Barrieren wurden errichtet, Patrouillen liefen nonstop, Palästinenser wurden angehalten identifiziert, festgenommen.

Schikane pur!

(Bild unten: Rechts meine Wenigkeit, links Freund Louis Lippert – Präsident des La Fayette Orden in Deutschland / président de l‘ Ordre La Fayette en Allemagne)

Es kam in vielen Vierteln zu heftigen Demonstrationen, vor allem auf dem Mount of  Olives, in Silwan und Isawiah. Helikopter flogen ihre Runden, Feuer brannten in der Zahra Street und aus den Radios ertönten Nachrichten auf Israelisch und auf Arabisch.

Israel hatte den Gazastreifen angegriffen.

Eine höchst moderne Armee schickte sich an, ihre Bomben auf Menschen zu werfen von denen der Großteil nicht einmal wusste, wo sie für den nächsten Tag etwas zu essen her bekamen, die nicht wussten warum, wieso weshalb!

Die Europäische Kommission tat das einzig richtige: Sie vermittelte, führte Gespräche, teilte Decken, Medikamente und Rationen aus und organisierte Hilfe, und wir beschützten unseren Botschafter (NB: Der Botschafter war Österreicher) der mal in Ramallah, dann wieder in Tel Aviv unterwegs war.

Der Gazastreifen war feindliches Gebiet!

Am 4ten Januar drangen Israelisch Bodentruppen im Gaza ein. In ein Gaza das bereits völlig am Boden zerstört war, in einen Streifen Land in dem keine Schule mehr aufrecht stand, in eine zerbombte Kraterlandschaft in der kleine Kinder (weil sie nichts anderes hatten) mit Stacheldraht und Munitionshülsen spielten.

Man bemühte sich …  am Tisch. Solana, Sarkozy, Kouchner, Schwarzenberg, Bildt … sie waren alle da.

… und ich?

Ich erinnerte mich an Weihnachten zuvor. Ich hatte eine Karte erhalten die mir und meiner Frau in der Nacht vom 24ten auf 25ten Dezember Zutritt zur Geburtskirche Jesu in Bethlehem zur Mitternachtsmesse gab. Auf dem Dach, doch das sah man nur wenn man Bescheid wusste, lagen Scharfschützen.

 

In der Kirche stand ich in Armeslänge mit Mahmud Abbas und Zipi Livni. Alles war in Frieden gehüllt. Die beiden reichten sich die Hand.

… und aus der Kirche raus?

Wieder Terrorist?

Verrückte Welt!

‘Ne Sache von Geschichte, von Religion, von Macht?

Es sollte definitiv nur eine Sache von Intelligenz und gegenseitiger Akzeptanz sein … aber dazu ist das Tier im Menschen wohl zu überfordert.

***

  Ich hatt einen Kameraden …

Thomas L. engagierte sich im Jahr 1985 in der Französischen Fremdenlegion. Er starb sieben Jahre später mit der Waffe in der Hand – starb, wie er gelebt hatte … ohne Zweifel im Herzen, den Blick nur nach vorne auf den Feind gerichtet. Starb in einem Krieg der nicht der Seine war! Fand den Tod … weil er ein Rende-Vous mit ihm hatte. Eine abgemachte Sache, die nur ihm und der Kugel die ihn tötete etwas anging!

Jedes Mal wenn wir Legionäre, damals wie auch heute noch, zum Rapport bei unsrem chef de corps (Regimentskommandeur) gerufen werden und dessen Büro betreten, gilt unser erster Blick, und  unsere erste militärische Ehrenbezeugung nicht etwa ihm sondern der Regimentsfahne die leicht versetzt hinter dem Kommandeur auf einem meist reich verzierten Sockel thront.

Zuerst wird die Flagge gegrüßt, dann der Kommandeur!

Das ist Tradition – Die Regimentskommandeure kommen und gehen, ihren Namen behält oder vergisst man, die Fahne jedoch bleibt.

Heute, knapp zehn Jahre nach meinem Ausscheiden aus der Französischen Fremdenlegion, gilt, wenn ich mein Büro betrete, mein erster Blick einem verstaubten Képi Blanc. Ich nehme mir jedes Mal die Zeit, diese paar Sekunden die … ich weiß oft nicht … mich um ein Lächeln oder ein um paar Tränen berauben. Am Türrahmen angelehnt betrachte ich stumm den Zeugen einer dicken Freundschaft die weder die Jahre, ja sogar der Tod nicht hatte schmälern können.

Das Képi Blanc hätte hier nicht sein dürfen sondern auf dem Grab von Thomas.

(Thomas L.)

*

Thomas kam aus Bamberg. Groß, hager und eckig, manchmal in seinen Gesten etwas unbeholfen wirkend, hatten der an einem 30ten Mai 1961 geborene Oberfranke und ich so vieles gemeinsam, dass ich mir manchmal die Frage stellte ob wir nicht Blutsverwandte sein könnten. Auch ich war Oberfranke, erblickte das Licht der Erde an einem 30ten Mai im Jahr 1961, und mein Vorname war identisch. Wie Thomas engagierte auch ich im Jahr 1985 in der Legion, und hier trennten sich Ansichten und Perzeptionen, was der Freundschaft und unserer gleichen Lebenseinstellung aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil!

Thomas wollte kämpfen! Das Frontleben war ihm wohl in die Wiege gelegt worden. Er suchte die Bagarre, das Ungewisse, das maximale Risiko im Einsatz. Der Gedanke im Kampf sein Leben zu lassen schien sein Motor, sein Lebenselixier zu sein. In der Kaserne langweilte er sich.  Das  Etappenleben bot ihm nichts. Die Garnison hemmte ihn sich zu verwirklichen.

LINDER0001Thomas LINDER links im Bild

GST

Ich hingegen fühlte mich überall dort wohl wo ich ein Buch fand, und wenn’s im tiefsten Dschungel Guyanas, in der weiten, zerklüfteten Tibesti Wüste des Tschad oder in den verzweigten Kanälen des Ogooue Flusses in Gabun war oder noch in einem Schützengraben in Sarajevo oder im Kongo irgendwo im Einsatz. Ich brauchte die Literatur, Worte schwarz auf weiß, musste Gedichte lesen und selbst schreiben … das gehörte wohl zu meinem persönlichen Universum.

In Französisch Guyana absolvierten Thomas und ich das CME (Certificat Militaire Élémentaire / kurz Lehrgang zum caporal – Obergefreiten). Ambitioniert und  im höchsten Grade motiviert waren wir beide, doch er war der unfehlbare Perfektionist. Am Tag als er feststellte dass er das Seil (Teil des Abschluss- Tests zum CME) mit bloßer Kraft seiner Arme nicht hochkam, wandte er sich hilfesuchend an mich.

Ich krempelte die Ärmel hoch, uns blieben zwei Wochen.

Zwei Wochen in denen ich ihn zwischen Mitternacht und ein Uhr in das Geheimnis – Wie klettere ich in voller Montur und ohne die Beine zu benutzen ein acht Meter langes Seil hoch – einweihte, und Seite an Seite mit ihm Liegestützen machte bis uns schwindelig wurde … 41, 42, 43 – 44. Und der nächste Versuch  – bereits offene Blasen an den Händen, den Schmerz ignorierend. Er packte es nicht, gab nach vier Metern auf, versuchte es wieder während ich ihn auslachte, anfeuerte, anbrüllte!

„Ich schaff das nie! Ich geb auf!“

108 A

Ich rief ihm ins Bewusstsein, dass wir Deutsche waren, Deutsche unterm Képi Blanc – Legionäre vor allem und an erster Stelle. Beschimpfte ihn, brüllte wieder – wollte ihn dort treffen wo es ihm am Meisten wehtat. In seinem Stolz.

Schlappschwanz! Morgen sehen wir weiter!

Schlafen ?

Fremdwort!

Und dies alles zusätzlich während der von der Legion gewollt körperlich wie psychologisch bereits extrem schwierige Lehrgang im vollem Gange war.

Liegestützen – Mondlicht um Mitternacht. Kampfanzug, Helm auf dem Kopf, Koppeltragegestell, volle Magazintaschen, Waffe auf dem Rücken … 57, 58, 59 … 60! Wortlos, Schweiß  –  blutige Hände!

Eine Woche.

Zwei Wochen.

Als der Stichtag kam, waren wir beide gezeichnet, hatten tiefe Furchen im Gesicht und unsere Augen lagen im Schatten der Müdigkeit und der Erwartung. Thomas schaffte das Seil spielerisch  – als Bester!  Abends darauf besoff ich mich. Und lachte, war einfach nur glücklich. Müde und glücklich.

Wir verbrachten zusammen eine schöne Zeit auf der  Insel St. Joseph vor der Küste Guyanas. Thomas erzählte aus seinem Leben – damals, in Bamberg. Er wollte nie wieder dorthin zurück, zum bequemen Leben, hasste den Alltagstrott, die Routine, die relative Sicherheit.

„Mon Dieu, mon Dieu, donne-moi,

la tourmente Donne-moi, la souffrance …“

Gemeinsamkeiten, denn er sprach mir aus der Seele.Irgendwann, wir waren inzwischen in  Calvi / Korsika bei den Fallschirmjägern der Fremdenlegion (2ème Régiment Étranger de Parachutistes) gelandet, er in der CEA  (Compagnie d’Éclairage et d’Appui) ich in der 1rsten Kompanie, brach der Krieg in Bosnien aus. Durch zahlreiche Einsätze mit dem 2ème REP waren wir bereits gerodet, waren Teil der Maschinerie Légionnaire Parachutistes geworden .

Wussten was wir uns zutrauen konnten, und was nicht –  Enthusiasmus, Jugend, erste Erfolge (Wir waren bereits zum sergent avanciert, er mit brillantem Abschneiden … das Ziel, endlich eine ganze Gruppe im Kamp zu führen fest im Auge! Ich, hinterher hinkend, in seiner Spur immer noch keinen Angstschweiß riechend!) den Fallschirm oder den Rucksack auf dem Rücken, lange Gewaltmärsche  … das war unsere Welt.

Und nun dieser Krieg, dieser verdammte Krieg im Herzen Europas den unsere Politiker nicht auf der Rechnung hatten. Nicht rechtzeitig eingedämmt hatten, dies gar nicht wollten? Ein Krieg von der Sorte, wie – Schmerzliche Erfahrung 1939 – 1945 gemacht und schon vergessen –  ihn Niemand, niemals mehr haben wollte. (Auf schreckliche Details stieß man, wieder einmal, leider erst viel zu spät oder die Verantwortlichen Köpfe in Europa sahen bewusst weg).  Ich hatte damals wirklich den Eindruck nur Frankreich sah ganz genau hin, bewunderte Chirac für seine Attitude.

Wir waren in der Bar Calypso und danach in Emiles Restaurant, unten in der Bar – Chez Emile – ! Lorena hatte sich zu uns gesellt. Wir tranken, lachten … schwiegen dann!

„… falls ich sterbe, leg ein Képi Blanc auf mein Grab und trink ein Bier auf mich, während du dich an alte Zeiten zurückerinnerst!“

Das waren seine letzten Worte.

Thomas verschwand irgendwann im Morgengrauen mit Lorena, ließ mich mit meiner Angst und meinem gegebenen Versprechen zurück.

Ich sah ihn nie wieder.

„…. eine Kugel kam geflogen, gilt es mir oder gilt es dir?“

Thomas desertierte mit einigen Kroaten, heuerte als Söldner im Balkankrieg an, betrat dieses Schlachtfeld bereits vor seinen Kameraden der Fallschirmjäger der Legion, die erst im Dezember 1992 – so leicht bewaffnet wie nur irgend möglich, um dem Blauen Helm und den absurden Rules of Engagements alle Ehre zu machen – nachrückten in das von den Serben belagerte Sarajevo.

Thomas der angeblich in einer Kroatischen Polizei Einheit Dienst tat – für ein Päckchen Zigaretten und eine Kampfration am Tag – wurde etwa im Mai 1992 ins  Zrinski-Frankopan Bojna Bataillon nach Mostar versetzt und dort zum Leutnant befördert. Seine Einsätze waren alle recht spektakulär, denn er verachtete den Tod, Freunde folgten ihm gerne und er schien einen Schutzengel zu haben. Zumindest bis zu dem Tag an dem er – einem Kameraden zu Hilfe eilend – den Tod fand.

„…ihn hat es weggerissen, er liegt mir vor den Füßen mein Guter Kamerad!“

Folgenden Text fand ein Kamerad von mir im Internet – Textauszug der Croatian Forces International Volunteers Association.

….. at this point and at the height of the battle, a British volunteer was wounded.  Thomas, accompanied by another volunteer, broke cover and speeded across 25 metres of non- covered ground to reach him. As he was able to move unaided they then gave the wounded man covering fire whilst he ran to shelter and the rest of the unit began to withdraw, two or three at a time when they could. The Serbs, recovering from their surprise began a mortar bombardment and Thomas, struck in the head by fragments from one such bomb, was killed.

Eine andere Variante wie Thomas ums Leben kam erzählte mir ein Serbo- Kroatischer Hauptmann des 2e REP. Es war wohl die Wahrscheinlichste, und sie lässt mir heute noch das Blut in den Adern gefrieren.  Bringt mich zum Nachdenken

Und dann verschwinde ich in mein Büro, lehne mich an den Türrahmen und …

… weiß nicht mehr!

Beklagen?  Ha! Die Tränen sind längst trocken.

Bedauern? Niemals! Chez nous on ne regrette rien!

Wir hatten unser Los gewählt, waren uns der Risiken voll bewusst. Die Helden sind die, die nicht mehr unter uns sind.  Nachdenklich macht mich nur, warum ich diesen 07ten Mai gewählt habe um etwas über Thomas zu schreiben. Vielleicht weil sich am  07ten Mai 1954 –  13 000 Kilometer entfernt von uns die durch die Opération Castor eingeleitete Tragödie Dien Bien Phu ereignete?

Aux Morts!

Ich komme darauf zurück, auf Dien Bien Phu  – Mein Ehrenwort!

Und du, Thomas ! Repose en Paix !

Vive la Légion!

*

Nachtrag am 29 April – 2012

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Carlsberg hab ich nicht gefunden, an diesem Sonntag, einen Tag vor der Camerone Feier. Ich weiß nicht mal mehr, was für ein Gebräu es war, welches ich an deinem Grab trank, weiß nur, dass meine Suche beendet war.

Gruppe 55

Reihe 3

Grab 47

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Ein Holländer, ebenfalls Autor und ehemaliger Legionär und ’92 Kämpfer der Bojna Zrinski hat mir erzählt, wie er deine Urne in diese Oberfränkische Stadt Heim gebracht hatte.  Heim, verstehst du! Einer vom Ministerium war dabei – damals!  Nach Absprache mit der Friedhofsverwaltung, sah ich davon ab, das Kepi das so lange in meinem Büro war, auf dein Grab zu legen, denn – so sagte mir die Dame – es würde dort keine halbe Stunde bleiben.  Den Gruß, dir zu Ehren ließ  ich mir nicht nehmen, puis buvons!

T. L. 

* 15 – 09 – 1961

† 20 – 05 -1992

TL

***

…  der Holländer schrieb in dem Brief an mich:

„Some day you will return to, your valleys and farms. And you’ll no longer burn, to be brothers in Arms!“

***

Currywurst und kunterbunter Wind der Freiheit

… die Aufholjagd in die Zukunft/ bzw. die Rückkehr in die Vergangenheit beginnt!


In meinem Manuskript  (Afrika – Roman der mit etwas Glück dieses Jahr noch veröffentlicht wird) schrieb ich : „Er (… der Krieg – 2ter Weltkrieg) zeigt uns Afrikanern dass die Weißen auch nur Fleisch und Blut sind, keinesfalls aber Götter. Ihr bekriegt euch selbst, und das macht euch in unseren Augen zu gleichwertigen Brüdern. Das Joch fällt von uns ab, weil wir sehen, dass ihr genauso verwundbar, genauso sterblich seid wie wir. Ihr zeigt euch uns gegenüber nicht mehr so hochmütig, weil ihr genau wisst – wir haben euch durchschaut!“

… die Weißen? Wen oder Was meinte ich denn damit?

Fortschritt?

Demokratie?

Wohlstand?

Europa, USA?

Ich meinte wohl all Jene, die aus einem Herrenmenschengefühl und reiner Profitgier heraus die Welt unter sich aufteilten wie ein Stück Kuchen … damals.

… und welches Joch?

Die von den Deutschen ab 1907 in Togo eingeführte Kopfsteuer? (Nachdem andere Europäer, Spanier und Portugiesen, sich die Sklavenküste Untertan gemacht, dort fast die gesamte Elefantenpopulation ausgerottet, sämtliche natürlichen Ressourcen des Landes ausgebeutet, und jegliche Rebellion blutig im Keim erstickt hatten!)

Oder die 1901 von den französischen Kolonialherren erfundene Impot Indigene (Kopfsteuer) und die Portage (Versklavung der Afrikaner als Lasten- Träger)?

Sklaverei? Und nun mal zum Thema. Wir wissen – Der Islam, die Araber haben’s vorgemacht … das mit der Sklaverei meine ich … haben uns Europäern den Weg gewiesen  … hinkten später hinterher mit all dem Rest, denn der Lehrling übertraf in allen Dingen bald schon den Meister.

Und heute, die jüngsten Entwickelungen betrachtend?

Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien und Jemen?

Haben Sie mit einem Blick voller Neid oder voller Nostalgie auf ihren Lehrling von damals die Initiative ergriffen – Ihre Religion, so könnte man meinen, teilweise mal außen vor lassend?

Wer weiß!

… oder haben wir, die Weißen, die Europäer, die, die sich den Kuchen aufgeteilt haben, durch Jahrzehntelangem Kolonialismus die Länder dorthin geführt wo sie jetzt stehen, haben wir Ihnen durch unsere Bevormundung – in allen Dingen – jahrelang die Initiative geraubt, ihnen damit den Weg verstellt den wir dann selbst eingeschlagen haben, den Weg dorthin wo wir gerade stehen?

Sind wir schuld, an dem was gerade passiert?

Ein Nein in dieser Frage ist nicht angebracht!

Egal – Ob nun Ben-Ali, Mubarak, Gaddafi, Al-Assad oder Ali Abdullah Salih, man mag sie alle Namen rauf und runter nennen, sie haben Großartiges geleistet (Al-Qaida hatte unter ihrer Fuchtel wenig Spielraum – Na ja!) dachten Sie, aber hauptsächlich haben sie die Zeichen an der Wand übersehen – vor den Blick nach Westen dicke Sonnenbrillen aufgesetzt!

Dem normalen Bürger sind Sonnenbrillen zu teuer, er sah … die ganze Herrlich- , äah… Scheußlichkeit ohne den wohltuenden Filter!

Wieder egal: Revolutionäre Veränderungen beuteln ihre Länder. Monarchische Herrschaften sollen abdanken, Korruption und Vetternwirtschaft in den Mülleimer dorthin wo sie auch hingehören.

Sollten sich die Revolutionäre und die – mit dem Blick nach Westen – behaupten, müssen sie sich jedoch einer Sache ganz bewusst sein: Die Westliche (unsere!) Schnelllebigkeit, das Hetzen von einem Projekt zum Nächsten, von einem wirtschaftlichem Erfolg zum Andren, von einer bahnbrechenden Technologie – Rekord zum Größen- Wahn-GAU, (Wie viel Autos gehen bei Mercedes, Ford, Renault, Toyota und Fukuschi … äh Mazda jährlich über das Fließband? Verrückt ist da ein gemäßigter Ausdruck.) hat auch Nachteile.

Auch wir sind nicht immer zufrieden!

Schließlich müssen wir ein Leben an der Seite von langweiligen Dingen wie – Currywurst – (geil!), den erquickenden Fußball von  Borussia Dortmund (Noch geiler!)  – UND ein Pils vom Fass, bitte – ertragen!

Aber mal ernsthaft: Was macht die / unsere Welt – lebenswerter, unser aller Leben schön- schöner?

Das Streben nach mehr? Höher, schneller, weiter! Alles und Alles auf einmal? Jeder sein Handy, sein Auto, einen enormen Flachbildschirm und Wii, ein dickes Bankkonto und ein Haus mit Garten (aber größer bitte als der vom Nachbarn).

Ist es das, wofür man (… oder auch Frau, und das vermehrt) auf die Straße geht – in Kairo, Damaskus, Sanaa, Tripolis und in Tunis …  Berlin, Rom und Moskau werden wohl folgen … und Revolutionen beginnt? Nun, bei Berlin bin ich mir nicht sicher, wir haben ja schon unsre Demokratie und ich spreche nicht nur von DSDS und Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!

Lustig?

Das Volk in Tunesien, in Ägypten und Libyen wurde unterdrückt, eine Meinungs- und Pressefreiheit gab es nicht, und wenn man wagte sich darüber hinweg zu setzen dann wurde drauf los geprügelt, und das ist nicht mehr lustig. Unter diesen Umständen würden wir alle auf die Straße gehen.

Und wenn wir alle nun – wir, die mit dem Größenwahn, und die anderen die ihn wohl gern hätten, die armen! (Salim, Karl-Heinz, Jaqueline, Feodora und Peer … ) nachts im Bett liegen, sich jeder sich selbst ernsthaft eine Frage stellt wie

Führe ich genau das Leben wie ich und nur ICH es mir wünsche?

Kommt unterm Strich ein Ja raus, gut, weiter so! Wir brauchen dann nicht auf die Straße, sind schon auf dem richtigen Weg!

Und was bitteschön machen wir bei einem Nein?

Richtig: Kampfstiefel schnüren! (Aber nicht die braunen, sonst fängt DAS wieder an! Sandalen wären dann schon besser).

Unter meinem Strich steht heute folgendes: Ein Ja, ganz groß und ein Glas Spätburgunder von Lidl (guter Tropfen für wenig Geld), ein gutes Buch (heute wohl entweder – Ein Mann von siebzig Wintern – von Mark L. Wood oder …. Ich bin dann mal weg! von H.K.:  Naja, das muss nicht gerade sein!) und im Hintergrund Musik vom Komponisten Trevor Jones Der letzte Mohikaner!  … und vorher schnell noch Rasen mähen: Das ist meine Demokratie: Sandalen sind sowieso billiger als Kampfstiefel, und bei den steigenden Sprit Preisen … !



Mein Fluch – Verdammt und Eins!

(Ein düsteres Porträt oder … Wahnsinn pur, aber wahr)

Es ist unheimlich. Eigentlich müsste ich in eine Kategorie eingestuft werden die folgendes Etikett trägt: „Dem besser nicht über den Weg laufen!“

Warum?

Im Jahr 2003 war ich mit meiner Frau (vorgezogene Flitterwochen – sollte man wohl Abstand nehmen von!)  in Khao Lak / Thailand. Haargenau ein Jahr später suchte ein mörderischer Tsunami den Ort heim, tötete 225.000 Menschen in elf verschiedenen Ländern, vernichtete in Sekunden das, was eine Arbeit von Generationen darstellte. Das Hotel Royal Coco Palm war nicht mehr nachdem eine 30 Meter hohe Welle über die Küste gerast war.

Und Mister Mo? Der Chef der Thai- Angestellten?

Und Mademoiselle Tip, die freundliche Bedienung?

Wir hörten nie wieder von den beiden!

2008 arbeitete ich in Haiti, trug meinen bescheidenen Teil zur Sicherheit des Botschafters der Delegation der Europäischen Kommission in Pétionville bei. Das war ein Jahr bevor das große Erdbeben kam. Berichten zufolge kamen 300.000 Menschen ums Leben. Port-au-Prince, Haitis Hauptstadt wurde dem Erdboden gleich gemacht, Haiti einmal mehr am Boden zerstört.

2010 lockte mich die Arabische Halbinsel. Ich unterschrieb einen Vertrag um im Jemen zu arbeiten. Na ?

Ahnen Sie was kommt?

Richtig!

Als ich genau ein Jahr später, also am 19 März 2011 in einem Toyota Geländewagen an der Saleh Moschee in Sanaa vorbeifuhr, fuhren dort Panzer auf. Im Rahmen einer Aufrechterhaltung der Ordnung (bei uns genannt eine blutige Unterdrückung des Willens eines Volkes)  starben 51 Jemenitische Bürger die  – dem Wind der Freiheit folgend der durch die arabischen Länder fegt – friedlich ihren Unmut über die dortigen Zustände preisgaben. Dafür dass ich ein paar Fotos von der Moschee knipste, bekam ich selbst fast eine vorm Latz.

Es geht weiter.

Gestern früh ging es mit einem T.G.V. (Hochgeschwindigkeitszug) von Kaiserslautern aus los, Richtung Paris wo ich für mein Neues Buch einige Fotos überprüfen lassen musste (E.C.P.A.D. Archiv der franz. Armee).

Danach war ein Besuch des Eiffelturms angesagt, den meine Frau noch nie gesehen hatte. Kaum waren wir wieder mit der Métro unterwegs Richtung Gare de l’Est wurde am Eiffelturm Bombenalarm gegeben, 4000 Leute wurden schnellstens evakuiert.

Ich bin nun nicht mehr so sicher, dass ich an Japans Erdbeben nicht auch schuld bin, obwohl …  da war ich noch nicht! Für die nächsten Jahre halt ich es aus Sicherheitsgründen wie Hape Kerkeling und sage … ich bin dann mal weg!

Ich verkriech mich ins Bett und die Welt kann aufatmen, ihre Wunden wieder heilen!

Sollten Sie mir dennoch in Kürze über den Weg laufen, Sie wissen nun um das Risiko. Schlagen Sie am Besten einen großen Bogen, bekreuzigen Sie sich und tun Sie vor allem nicht, als wären wir uns schon Mal begegnet. Sie wissen ja bereits:  „… es ist eine gefährliche Sache, aus deiner Haustür hinauszugehen, du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen!“

Bilbo Beutlin

***

津波

TSUNAMI

(Oder es gibt immer eine Steigerung: … dumm, dümmer, Mensch!)

Als Neunjähriger sah ich die Welt durch die Brille eines Abenteurers, eines unverbesserlichen Romantikers, glaubte nur an das Gute, an das Schöne, an Freiheit und an Toleranz. Ich machte das Wort Liebe zu einem Begriff der in meinem persönlichen Lexikon ganz oben einsam an der Spitze stand.

Als Zwölfjähriger stand ich mit dem; was man Zwischenmenschlich nennt, mit der Kommunikation von Mensch zu Mensch, auf Kriegsfuß. Das hatte einen banalen Grund: Ich war schüchtern, verunsichert, fühlte mich vom Leben benachteiligt. Heute weiß ich, dass ich, zumindest was Letzteres betrifft Unrecht hatte, doch egal, sei‘s drum.

Das Schicksal hat mich nach und nach dazu gedrängt, andere, reizvollere Pfade zu beschreiten wie sie damals in meiner kleinen  Welt (Bindlach, ein kleines kriegerisches Dorf in Oberfranken, zu Fuße des Oschenbergs) Usus waren, und so wurde ich zum Eigen-Brödler, zum Außen-Seiter, und Gottseidank auch zum Viel-Leser, (der deswegen nicht weniger denkt!).

Sehr früh schon verschlang ich Bücher wie Watership Down /  Unten am Fluss von Richard Adams, Die exakten Geheimnisse unserer Welt von Isaac Asimov, Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway, Bury My Heart at Wounded Knee – Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses von Dee Brown oder noch Wartet auf mich am Fuße des Berges von Carter Forrest.

Jeder einzelnen dieser Lektüren (… ja auch der von Asimov!) entnahm ich Warnungen und …

… alle Autoren hatten eines gemeinsam: Es waren Visionäre für eine bessere Welt!

Dann hörte ich Lieder, unter anderem von Neil Young. Ein Neil Young, der in seinem Lied Cortes – the killer, den Volkshelden Hernán Cortés zu Recht an den Pranger stellt, (Wenn man den Text genau unter die Lupe nimmt!).

Ich hörte wie ein Betrunkener Lieder eines Jim Croce, der, wie ich, das Wort Liebe mit einem dicken Filzstift unterstreicht und glorifiziert, zu Recht!

Liebe hat aber nur Bestand, wenn Toleranz im Gleichschritt mit marschiert.

… und hier greift, was ich eigentlich sagen will: Der Mensch ist nicht tolerant! Der Mensch zerstört unsere Umwelt! Expansionsdenken, Streben nach Macht, nach Gewinn und Größenwahn ist an der Tagesordnung.

*

Seit mehr als eine Million Jahren erneuert sich unser Planet. Diese Erde gehört nicht uns … wir bewohnen sie nur, müssen sie teilen! Mit den Tieren, unserer Nachwelt, unsren Kindern, mit ihrer Zukunft! Und heute?

Unsere Gletscher schmelzen, die Tiere der Eismeere sterben aus. Erdbeben und Tsunamis häufen sich, werden immer stärker, Vulkanausbrüche unheimlicher. Die Ozeane erwärmen sich.

*

Vor einigen Tagen gab es in Japan einen verheerenden Tsunami. Tausende von Menschen starben. Ein Desaster, eine weltweite Nukleare Katastrophe (Von der man uns weismachen will, sie sei noch lange nicht so schlimm wie Tschernobyl: Was schlichtweg gelogen ist!) bahnt sich an. Man spricht davon, dass die Erdachse sich um ganze 10 Zentimeter verschoben hat.

Wie kam es dazu?

Ich behaupte, menschliche Dummheit, Nationaler Egoismus, Ignoranz, und …. die Zeichen an der Wand nicht lesen können … führte dazu!

Seit 1945 gab es weltweit ungefähr 2000 Atomversuche, (Auf der Erdoberfläche, Unterwasser und sogar im Weltraum).

Von 1966 bis 1996 hat Frankreich auf seinem Atomversuchsgelände Moruroa im Südpazifik 46 Atombomben in der Atmosphäre und 147 Atombomben unterirdisch gezündet. Dazu kommen unzählige Versuche in der Sahara.

Die USA hatten Ihre Atomwaffentests in der Wüste von Nevada, auf dem Bikini-  sowie auf dem Johnston-Atoll (+ 400 meter im Weltraum): Auf dem Bikiniatoll musste ein ganzes Volk seine Heimat verlassen. Sie konnten bis heute nicht zurück, wo sie geboren wurden.

Die UdSSR  zündete mit der Zar-Bombe die mächtigste Bombe die je auf die Menschheit losgelassen wurde. Es war die größte je von Menschen verursachte Explosion. Die Sprengkraft der Bombe war mehr als 3.800-mal stärker als die Hiroshima Bombe!

Die Briten brachten auf den Montebello Inseln bei Australien Ihre erste Atombombe zum Explodieren.

*

Smiling Buddah nannten die Inder ihre A Bombe die sie in der Wüste von Rajastan hochgehen ließen! (Buddah hätte wohl eher geweint, hätte er‘s gewusst…!)

Und, und, und!

…und China – Nordkorea –  Israel – Pakistan? Atommächte, brandgefährlich, man spricht nicht gerne darüber!

Wer will uns ernsthaft weismachen, dass die Erde das wegsteckt?

Es ist längst bewiesen, dass Atomversuche Erdbeben auslösen, die wiederum Tsunamis wachrütteln.

Tschernobyl, Exxon Valdez, Deepwater-Horizon, der Raubbau am Aralsee, und, und, und.

Menschliche Versagen, menschliche Dummheit?

Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen, verfügte Isaac Asimov, aber Asimov wusste besser als jeder andere: Der Mensch braucht dazu keine Roboter denn er fügt sich den größten Schaden selbst zu.

*

Durch Dummheit (Atomversuche) verschieben sich also Erdachsen, es entstehen Erdbeben und Tsunamis, und es kommt zu Super-Gaus wie in Japan.

… und die Cree Indianer ?

Sagten: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

… und Geronimo ?

Sagte: Mein Unrecht ist wie ein kleiner ausgetrockneter Bachlauf, den habgierige Weiße mit den Tränen meines Volkes gefüllt haben.

… und Ich ?

Sage: Lasst uns aufwachen! Wir brauchen die Kernenergie nicht, denn wir wissen, fühlen es tief in uns: Sie wird letztendlich der Welt Untergang sein.

***

Meine Welt!

… ein weiter, steiniger Weg ist‘s!

Bis zum Tod.

Und die Vorkammer? Eingesperrt – goldener Käfig!

Wir stehen hier, am Ende des Weges, vom Alter geduckt, Falten en masse, eine Träne im Auge und von der Gesellschaft auf‘s Abstellgleis gestellt.

Unser Alt-Sein … ein One-Way Ticket!

Was haben wir falsch gemacht? Was richtig?

Wir haben Kinder gezeugt, geboren. Haben versucht, aufrecht und erhobenen Hauptes zu gehen. Haben mehr Tränen vergossen als gut war, haben gelacht, gepatzt, viel gegeben manchmal genommen, haben geliebt und gehasst doch nun ist’s Schluss.

Man nennt diese Häuser gerne Residenz, manche sagen: Endstation!

Jeder Zweifel wohin es von hier aus geht ist ausgeschlossen, nur hölzerne Schilder wo’s explizit draufsteht fehlen noch.

Wir sind plötzlich alt! Besucher – Bruder, Schwester, Kinder –  kommen nur noch, weil sie sich nichts nachsagen lassen wollen – nicht mehr weil sie zu uns aufsehen … wie damals!

Wir sind Last, Ballast,  … haben sogar unsren eigenen, typischen Geruch.

Schwestern, Altenpfleger?

… fühlen sich gestört,

Wenn man fragt: Kann ich mit dem Arzt sprechen? (Was stimmt denn jetzt schon wieder nicht, Mann)

Wenn man behautet: Meine Tasse ist verschwunden! (Sie lachen dann … uns aus!)

Wenn man klagt: Warum krieg ich keinen Besuch oder warum ist mein Zimmer so kalt! (… kalt??)

Wenn … uns das Essen nicht mehr schmeckt! (… es ist doch eh bald rum, stell dich nicht so an!)

Der Bettnachbar ist gestern gestorben. Mitten in der Nacht, allein und einfach so.

Vor allem aber allein! Furchtbar allein!

Er hatte seit 5 Wochen keinen Besuch mehr, warum auch, er lag eh im Koma, kriegte angeblich gar nicht mehr mit wenn man ihn ansprach, ihn berührte, ihm ein Lächeln schenkte – Hallo wie geht’s! Sie kamen dann immer weniger … zuletzt zweimal im Monat, wenn grad Zeit übrig war!

Töchter und Söhne leben in den USA, in München und Mannheim … auf einem andren Planeten also. Müssen bald nicht mehr diese horrenden Beträge an die Endstatio …! Sorry, an die Residenz muss es heißen, zahlen.

Ein Mann – Bewohner, oder so ähnlich, genannt – läuft von Zimmer zu Zimmer, sucht seine Frau. Sie starb vor sechs Jahren. Er … hat’s vergessen! Weint dann, schämt sich der Tränen, man schämt sich schnell wenn man alt ist.

Die zerbrechliche Frau im Rollstuhl spricht gar nichts mehr, und wenn dann hört sie keiner…. auch weil es niemanden gibt der sich die Mühe macht.

Tabletten, eine ganze Handvoll. Rote. Braune. Gelbe … !

Die Schwester der Frühschicht weiß nichts davon, weiß nicht, dass ich sie schon eingenommen habe, eine Liste ist wohl verschwunden. Dann halt nochmal! Doppelt gemoppelt!

Den Tod vor Augen ziehe ich mich zurück, in meine Welt, eine Welt die Niemand versteht.

Altenwelt, Kinderwelt, Altenwelt, Grabeswelt!  … der Kreis schließt sich langsam.

Doch in meiner Welt bin ich endlich Ich: Ich liebe erneut, weil meine Gedanken in die Vergangenheit schweifen, ich lächle! Manche denken ich lächle weil ich dement bin, ich weiß es anders, weiß es besser.

Ich schließe die Augen, rieche das Parfüm meiner Geliebten von damals. Spüre wie sie mich zärtlich berührt, mir schöne Dinge ins Ohr flüstert, mich küsst – mich liebkost!

Ich lächle weil in meinen Tagträumen meine Tochter plötzlich wieder vor mir steht, sagt – Ich liebe dich, Papa! Mama du fehlst mir!

Ich weine vor Glück, denn ich erinnere mich an den Augenblick als sie zur Welt kam, klein, runzelig, an der Stirn behaart und süß wie zwei.

Ahnenwelt, Kinderwelt, Altenwelt – Und jetzt bin ich King, in meiner Welt!

In meiner Welt bestimme ich! Gedanken sind frei, alle Ketten gesprengt! Ich bin frei!

Ein Hoch auf unsere Väter, Mütter, auf unsere Alten! Lassen wir sie nicht NUR in IHRER Welt leben!

Buvons !

General Freitag.

1991 – Tschad, Abéche.

Wir waren mit 2 Kompanien und einem E.M.T (État Major Tactique) in Abéche stationiert.

Ich war Unteroffizier. Sergent und Gruppenführer in der Fremdenlegion. War ein kleiner Feldmarschall, denn das ist man als sergent in der Legion. Ein besseres Leben kann man sich kaum vorstellen. Mein eigener Herr, ledig, frei wie der Wind, fühlte ich mich wie ein Seigneur!

In meinem Schrank lag der Stoßzahn eines Elefanten den ich in N’djamena bekommen hatte, die Haut einer Python zierte meine Wand und wir aßen Capitaine, einen Fisch aus dem Lake Tschad – dem Tschad See.

Samstags feierten wir, tranken einheimisches Bier. Sonntags ritten wir aus, montags machten wir Gewaltmärsche, unsere Legionäre auf den Fersen. Dienstag – Biwak dort, wo uns es gefiel und Mittwoch zum Teufel mit dem Rest der Welt.  Sie gehörte uns … diese Welt!

Einen Boy hatte ich auch – nicht nur donnerstags sondern die ganze Woche. Er wusch meine Wäsche, brachte meine Stiefel auf Hochglanz und besorgte, was mein Herz begehrte.

Freitag musste ich – jawohl, als sergent der Fremdenlegion! – Begleitschutz fahren. Es ging darum die Müllwagen unseres Camps zu begleiten wenn  sie den Schund abluden.

Es gab immer heftiges Gedränge.

Jungs und Mädchen stritten um leere Flaschen, um Blechdosen die vor sich her schimmelten und um Reste vom Mittagessen meines Boys.

Sie sprangen oft auf den noch rollenden Wagen aus Angst nicht genug zu bekommen.

Dabei gab es regelmäßig Verletzte, deshalb der Begleitschutz: Um dem Vorzubeugen!

Warf der Lastwagen den Müll am Müllplatz ab, stritten sie sich.

Wühlten bis zu den Knien im Dreck unserer Zivilisation. Hungrig, gierig, ohne Hoffnung auf mehr als Abfall Unrat und Dreck!

Hunde kämpften um alte, verweste  Därme.

Er war immer da.

Zumindest jeden Freitag. Stand auf einem Hügel. Einen verbeulten Hut mit Löchern auf dem Schädel, eine feuchte, stinkende Decke um seine Schultern.

Einen Stock, an dem eine verbeulte Blechkanne hing, in der Hand haltend, den Bart recht weiß. Er stand einfach da. Er wartete!

Ich sah ihn an. Nur Würde fand ich. Ich war berührt, lächelte, winkte ihm zu …. Er ignorierte mich.

Eine Woche später: Gleiches Spiel.

Wieder eine Woche später: Mein Entschluss, mehr über ihn zu erfahren war gefasst. Ich versteckte mich.

Als der Wagen sowie auch die Meute der im Dreck wühlenden am Horizont verschwunden waren,  und sogar die Hunde vom Müll nichts mehr wissen wollten, verlor er seine Zurückhaltung.

Hunger! Er hatte Hunger.

Er würde sein Leben geben für ein Stück Seife, seine Seele verkaufen für einen Hut ohne Löcher. Er, den ich General Freitag nannte, wühlte nun genauso gierig im Dreck wie all die anderen vor ihm, nur dass er es in Würde tat – ohne dass jemand ihn dabei zusah, denn das war sein Wunsch: Niemand durfte ihn dabei sehen, nie wollte er seine Würde verlieren!

Vielleicht ist es ein Privileg der Jugend, dumm und unüberlegt zu handeln. Sei es! Ich erhob mich hinter meinem Versteck und zeigte mich ihm.

Nahm ihm damit seine Würde!

Hätte ich es gewusst, so wäre dies nie geschehen, doch …!

Etwas geschah mit ihm als er meinen Blick auffing. Sein Oberkörper straffte sich. Sein Haar wurde eine Nuance weißer und ein Ausdruck tiefster Verzweiflung machte sich auf seinem Gesicht breit.

Er rannte davon. Nie wieder sah ich General Freitag, auch an einem andren Tag nicht.

Heute noch, denke ich oft daran. Denke daran, dass ich nie selbst einen Vater gehabt hatte. Ich erinnere mich nur an ein Foto von meinem Vater, war berührt!

Hatte nie auch nur eine Chance ihn in meine Arme zu nehmen.

Und General Freitag?

Heute würde ich selber im Müll wühlen, ohne Scham, alle Risiken dieser Erde auf mich nehmend, würde sterben nur um General Freitag (… oder meinen Vater!?) noch ein einziges Mal sehen zu dürfen. Diese Chance noch einmal zu haben.

… und ich stelle mir vor, ihm eine trockene, warme Decke zu geben, eine Mahlzeit mit ihm zu teilen, mit ihm Tee aus seiner verbeulten Blechkanne zu trinken und ihm zu sagen, dass Menschen wie er das Salz der Erde sind.

General Freitag ist tot. Ich spüre es tief in mir.

… es gibt wohl keine Moral von der Geschichte oder?

Meine war: Reiche dem Menschen der dich berührt die Hand.

… buvons a la gloire!

Hell In a very small place!… mein Beitrag.

Im Jahr 1965 schrieb der US Schriftsteller Professor Bernard B.  Fall ein höchst interessantes Buch mit dem Titel  – Hell In a very small place. Es handelt sich um die von den Kräften der Französischen Union in Französisch Indochina durchgeführte Luftlandeoperation Castor Ende des Jahres 1953. Natürlich nahmen auch Fallschirmjäger der Legion daran teil (1e B.E.P).

Das Buch welches ganz natürlich dazu übergeht detailliert die Belagerung der Franzosen durch General Giaps Truppen (Viet-Minh) in Dien Bien Phu zu beschreiben, muss man gelesen haben. Wie die Geschichte endete, ist allgemein bekannt.

Doch während sich die Wunden die Dien Bien

Phu in den Körpern und in den Seelen der Soldaten beider Seiten gerissen hat langsam schließen, nachdem das in den Boden gesickerte Blut vom Nam Youn Fluss in den Ozean geschwemmt wurde, und die Legionäre ihr dunkles Wasser getrunken haben, tun sich in unsren Tagen des Wohlstands andere Abgründe auf, andere  -Hells in Very Small Places sehen den Tag.

Eine dieser Höllen davon ist ganz sicher Haiti.

Der Ort einst Perle mitten in der Karibik ist vom Schicksal dazu verdammt, ein Unglück, eine Ungerechtigkeit nach der anderen zu erfahren.

Haiti – Hell In a very small place!

Haiti war stolz darauf als erster schwarzer Staat die Unabhängigkeit erlangt zu haben. Es ist eh ein  Armutszeugnis für die Menschheit dass es dazu kommen muss, dass eine Ihrer Nationen (egal welche!)  – auch wenn es sich „nur” um einen Sklavenstaat handelt – denn die Arawaks und Tainos sind längst vom Erdboden verschwunden – sich Ihre Unabhängigkeit quasi verdienen muss.

Unterliegt Frei- und Unabhängig sein denn einer Zensur, einer Erlaubnis ?

Ist Unabhängig sein kein Grundrecht ?

Sind diese Begriffe nicht von Geburt an ein Normalzustand über den man sich gar nicht mehr den Kopf zerbrechen müsste? Egal, man (Frankreich? Gottes Gnaden? Eine Handvoll Politiker?) entließ Haiti also in die Unabhängigkeit.

Ja und seither reichte nie wirklich Haiti eine helfende Hand.

… aber die Millionen die Europa und Amerika investiert… ?

Humbug, kann ich nur sagen! Augenwischerei!

Helfende Hand, damit meine ich nicht Finanzprogramme aufzustellen und hier und da Euro- oder Dollarspritzen zu verabreichen  (sich profilieren … wir haben doch …!) die eigentlich die Korruption im Land nur verstärken, Nein! Helfen muss ein anderes Gesicht haben, Helfen muss uneigennützig sein und in den entferntesten Hütten Auswirkungen zeigen, bei den Armen. Helfen, darf nicht in den Taschen der Bonzen und Politiker und deren Familien klingeln … oder noch im Geldbeutel der – meist illegal im Lande – europäischen und amerikanischen Vertragsfirmen!

Im Jahr 2008 arbeitete ich für eine Britische Sicherheitsfirma in Pétionville /Haiti. Was ich von Haiti und den Menschen sah war – eine stolze Nation, Lachen, Bunte Farben weibliche Grazie! Die Lust trotzdem das Leben in vollen Zügen zu genießen! Musik auf den Straßen, man lacht, tanzt, trinkt! Huhn à la créole, Voodoo Zauber, afrikanische Bräuche, offene Gesichter!

Was ich ebenfalls sah waren Tragödien.  Innerhalb dreier Monate fegte ein Hurrikan nach dem anderen über die Insel, Hurrikane mit klangvollen Namen wie Hanna, Fay, Gustav und Ike. Menschen ertranken in den reissenden Flüssen, Babys kamen mitten auf der Straße zur Welt, Dächer wirbelten durch die Luft in einer Stadt in der es keinen Strom, kein frisches Wasser und keine freien Verkehrswege mehr gab.

Chaos, Gewalt, Korruption.

Kinder können nicht in die Schulen weil diese alle privat, also kostenpflichtig sind, und man das Geld dafür unmöglich durch normale Arbeit berappen kann.

Ich sah die Cité Soleil! Ein Quartier in Port au Prince in dem die Kinder Schlammkekse essen um zu überleben. Ich war Zeuge von Kidnappings, von Mord und Todschlag. Internationale Organisationen (auch renommierte Europäische!) leben in Haiti teilweise wie Maden im Speck, Ausnahmen bestätigen die Regel. Die MINUSTAH (Mission der Vereinten Nationen zur Stabilisierung in Haiti) konnte man an jeder Straßenkreuzung stehen sehen. Feine Herren aus Brasilien und aus Pakistan – Sie sprachen weder Französisch (Landessprache neben Kreolisch) noch erweckten sie den Eindruck zu wissen warum sie überhaupt im Lande waren. Die Bevölkerung hasste sie.

Die Polizeikommandanten der Viertel regierten das Land, nicht etwa Preval, der Präsident! Zumindest sah es so aus!

…. Und währenddessen tanzt die Hautevolee im Montana Hotel in dem auch ich mit dem Botschafter der Europäischen Kommission teilweise zu sehen war. Drum drücken, ging nicht!

… ja, und dann ein Jahr später das Erdbeben!

Sprachlos, ohne Worte!

(Das Hotel Montana brach über 200 Tänzer zusammen.)

Dann die Cholera!

Dann die Wut!

Mein Beitrag?

Als ich zum ersten Mal auf das Gelände fuhr auf dem sich unsere Villa befand, sah ich schon von weitem die Trikolore im Wind flattern, die Französische Flagge! Sofort rief ich meinen Sekretär an. Er sollte mir einen Gefallen tun. Am nächsten Tag und unter den zunächst verwunderten dann feuchten Augen meiner 135 Angestellten – alles Haitianer – brachte ich die Trikolore ein und hisste an ihrer Stelle die Fahne der Unabhängigen Republik von Haiti.

Ich verließ die Insel ohne mich noch einmal umzudrehen.

Doch es gibt sie, Menschen die wirklich helfen. Sie agieren im Hintergrund, marschieren auf leisen Sohlen, opfern sich auf und schaffen durch simple alltägliche Gesten in einer Stunde mehr, als Supermächte mit ihren Dollars oder Euros in Jahrzehnten. Ein nettes Wort hier, ein Handschlag, ein … zeigen wie man es anders machen könnte (… nicht sollte!). Sie leben hart am Mann, in derselben Misere, und das ehrt Sie!

Et puis … buvons!

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21 thoughts on “Was wirklich zählt”

    1. Hallo thomas,

      Legio Patria Nostra!!!!

      Ich halte dein Buch in meinen Händen,……Legion etrangere.

      Ich freue mich von dir zu hören.

      Dein Freund

      Andreas

  1. Hallo Thomas,
    „Gewichtige“ Seite mit Nachhall! Toll!
    Habe diese erst mal wirken lassen müssen.
    General Freitag hat mich beschäftigt.
    Auch wenn die Moral nicht offensichtlich ist. Du hast sie für Dich klar erkannt und aus diesem Erlebnis nach Deiner Selbstreflexion einmal mehr wichtige Werte für Dich abgeleitet.
    Vielleicht hast auch Du General Freitag in gewisser Weise die Augen geöffnet. Auch er hat das sicher nicht ohne weiteren Gedanken einfach abgelegt.
    Übrigens, hatte mich noch gar nicht dazu geäussert: Tolle Homepage!
    Beste Grüsse
    Michael

  2. Mir gefallen Deine Gedanken die ich in Vielem nachvollziehen kann.

    Würde mich freuen wenn Dein neues Buch raus ist über eine Info !
    Da ich leider kein Französisch kann……verbleibe ich mit

    Vaya con Dios

    Hans

  3. Hallo Thomas,
    ich kann dem Meisten was Du anführst nur zustimmen.
    Aber wir werden den Wahnsinn, erweitert um Dosen-/Flaschenpfand die letztlich das Gegenteil bewirkt haben, bis zu Endlagerstätten in denen
    radioaktives Material für mehrere 10 000 Jahre eingeschlossen werden soll.
    (Natürlich wissenschaftlich untersucht und für unbedenklich befunden-bis zum nächsten Erdbeben oder so)

    Also weiter mit dem alltäglichen Wahnsinn

    Liebe Grüße

    Hans

  4. Sehr gut auf den Punkt gebracht,man lässt das geschriebende auf sich wirken,fühlt mit und(ich)bin sehr betroffen.
    Freue mich schon auf dein Buch welches Mittwoch da ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    mon Respect Patrick

  5. Hallo lieber Herr Gast.
    Tief beeindruckt habe ich ihre Berichte und Gedanken gelese. Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Weltanschauung, über den Tellerrand rausgeschaut, das merkt man in jeder Zeile. Ich möchte mehr über Sie wissen und lesen, möchte mehr von diesen nachdenklichen Sätzen lesen.

    Herbert Meier/ Abuja

  6. Tolle Homepage. Kann Deine Sicht der Dinge unterschreiben.Wünsche Dir auch weiterhin das nötige Glück, aufrecht durchs Leben zu gehen!
    Ein Franke aus Thurnau!
    Detlef Hänseler

  7. Hallo Herr Gast.
    Ich bin genau wie alle anderen die hier auf ihre Berichte und Gedanken antworten sehr beeindruckt!
    In ihren gedanken und in iher Weltanschaung finde ich meine Nische zum Träumen, einen Traum von Freiheit und von Mut, Mut ein Schritt weiter zu gehen als andere und sich von der breiten Masse abzusetzen und das richtige Leben zu spüren. Das “ Richtige Leben “ für mich ein Leben ohne den Zwängen der Gesellschaft zu erliegen, ein Leben in dem man Träumen kann und auch Fehler machen kann ohne das die Auswirkungen sich verherend auf das eigene SEIN auswirken, den wenn jeder mal ehrlich zu sich selbst ist es zählen im Leben die Momente, oder bleiben in erinnerung die man mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Ein Sonnenaufgang ein Lächeln ein Bier unter Freunden, Tiefsinnige gespräche und „Spinnereien“ in denen man die höchsten Berge erklimmt…… Wenn ich hier auf ihrer Seite herum Stöber entfliehe ich wieder in meine Traumwelt und erinere mich an das was ich mal erreichen wollte, jedoch hat mir damals der Mut gefehlt ich hatte die Bahnkarte nach Frankreich schon und war voller Abentuer lust und Erwartungen wollte einfach anders sein als alle hier und nun bin ich genau das Gegenteil. Ein Jungermann mit einem Traum ,der mitlerweile in der Gesellschaft so ein gebunden ist, dass das Ausbrechen und die verwirklichung seines TRaumes immer schwieriger wird . Jedoch merke ich das das Feuer von Abenteuern noch in mir brennt,weil mir hier bei meinem Schreibtisch job während ich das schreibe eine Träne den Augenwinkel füllt…oder war es Staubkorn? .
    Naja wie dem auch sei die Wirklichkeit hat mich wieder, hier im Büro. Ich wollte mich nur einmal Bedanken, sie haben mich zum nachdenken angeregt und dazu beigetragen das mein persönliches Feuer noch nicht ganz erloschen ist.

    Gruss Philipp

  8. Gruß,
    Sie sind verantwortlich,daß meine Gedanken noch ewig an diesem Buch haften bleiben.Danke!
    Meinen absoluten Respekt,Sie beschreiben in einfacher Sprache,Aufrichtigkeit und Mut!
    Eine Zigarette und ein Bier im Kelleraufgang draußen…
    Was für eine Wucht!

    Verbeuge mich-S.

  9. Hallo Thomas,

    deinen Seite ist super geschrieben. Man wird immer wieder gefesselt von Deinen Berichten.

    Gruß aus Diez

    Helmut

  10. Sehr geehrter Herr Gast,

    ja, natürlich muß ein Leben gefährlich sein, um es intensiv zu leben.

    Alle Marinetaucher raten davon ab, aber mein Freund ( einer der besten CMAS-Tauchlehrer der Welt) und ich haben damals im roten Meer die 100 m Marke mit Preßluft absolviert; geht doch, wir leben beide noch.

    Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.

    Stefan Seifer

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